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Ironman: Nach neun Stunden war der Akku leer

nh; 29. Nov 2018, 12:15 Uhr
Bilder: privat --- Nach 10:36 Stunden kam Marcus Raatz beim Ironman Arizona erschöpft ins Ziel.
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Ironman: Nach neun Stunden war der Akku leer

nh; 29. Nov 2018, 12:15 Uhr
Engelskirchen - Beim Ironman in Arizona trotzte Marcus Raatz den niedrigen Temperaturen und starken Winden - Besonders die 180 Kilometer auf dem Rad zehrten an den Kräften des Engelskirchener, der als 175. ins Ziel kam.
Von Nils Hühn


Zu seinem insgesamt 20. Ironman trat der Engelskirchener Marcus Raatz in Arizona (Phoenix) an. Der Lauf- und Personaltrainer war gemeinsam mit dem ehemaligen Fußballprofi Michael Rundio (VfB Stuttgart) in die USA aufgebrochen. Der 34-jährige Raatz hatte sich vorgenommen, die knapp vier Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42 Kilometer Laufen unter zehn Stunden zu absolvieren. Ins Wasser ging es bei Außentemperaturen um 4 °C, wodurch sich das 15 °C kalte Wasser bereits warm anfühlte. „Das Schwimmen war sehr durchwachsen“, so Raatz, der nach einer Stunde und 15 Minuten aus dem Wasser stieg.


„Anschließend ging es auf die extrem windige Radstrecke“, berichtete Raatz von einem sehr langsamen Radrennen. „Ich fuhr leider härter, als eigentlich geplant.“ Für die 180 Kilometer benötigte Raatz 5:07 Stunden. Beim abschließenden Marathon machte sich die starke muskuläre Vorbelastung bemerkbar. „Ab Kilometer 22 hatte ich keine Kräfte mehr“, so der 34-Jährige. Die letzten 20 Kilometer quälte er sich ins Ziel und finishte nach einer Marathonzeit von knapp über vier Stunden mit einer Gesamtzeit von 10:36 Stunden auf Position 175 von insgesamt 2.240 Finishern. Personaltrainer-Kollege Michael Rundio blieb mit 9:50 Stunden ebenfalls hinter den eigenen Erwartungen zurück. „Für mich wäre es bei dem Wind extremst schwer gewesen, unter zehn Stunden zu bleiben. Ich bin zufrieden“, zog Raatz ein versöhnliches Fazit.


[Marcus Raatz (rechts) und Michael Rundio blieben bei widrigen Wetterbedingungen hinter den eigenen Erwartungen zurück.]