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Endspurt zum großen Fest

Red; 17. Dec 2017, 21:05 Uhr
Bilder: Vera Marzinski (2, Galerie 1 bis 20 und 60 bis 79), Michael Gauger (3, Galerie 21 bis 40), Friederike Klein (1 & 3, Galerie 41 bis 59).
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Endspurt zum großen Fest

Red; 17. Dec 2017, 21:05 Uhr
Oberberg - Am letzten Wochenende vor Heiligabend pilgerten die Oberberger noch einmal fleißig auf die Weihnachtsmärkte auf der Suche nach Geschenken (AKTUALISIERT).

Weihnachtliche Sitmmung in Bielstein

Bereits zum zehnten Mal fand der Bielsteiner Weihnachtsmarkt rund um das Burghaus statt. Wie immer mit einer bunten Auswahl an musikalischen Vorträgen auf der Bühne und einer heimeligen Atmosphäre durch die rund 50 Holzhütten mit kulinarischen und handwerklichen Angeboten. Die Dorfgemeinschaft Helmerhausen, die gemeinsam mit dem Heimatverein Bielstein den Markt organisiert, hatte wieder die Helmerschen Hefeplätzchen im Angebot. Dazu konnten sich die Gäste weißen Glühwein, Punsch aus dem Feuertopf Winzerglühwein vom „Männerchor Bielstein“ holen. An beiden Tagen gab es Musik – mal traditionell-klassisch mit dem Posaunenchor Wiehl-Remperg und der Siebenbürger Trachtenkapelle oder ganz jazzig, wie mit „Red Clay“, der Jazzband der Musikschule der Homburgischen Gemeinden und der Dixie-Band "Bäng Bäng". Natürlich durfte am Samstagabend Wiehler Coverband „Nachtexpress“ nicht fehlen, die wieder einmal für die vorweihnachtliche Partystimmung beim Schwof auf dem Markt sorgte.



Letzte Geschenke am dritten Advent an diversen Ständen finden – kein Problem in Bielstein. Ob selbst gemachte Teddybären, ein Ingwer-Zimt-Rosmarin-Salzfußbad für kalte Füße, Schmuck, Seife oder auch eine Feuertonne. Die fertigen Daniel Groß, Sylvia Dick und Björn Stöcker in Handarbeit für jeden Anlass an. Ob für einen Motorradfan oder mit weihnachtlichem Motiv - ob in einer alten Milchkanne, Gießkanne oder großen Feuertonne, fast alles ist möglich. Und in Bielstein wärmte sich so mancher an der „Christmas“-Feuertonne ein wenig auf. Bürgermeister Ulrich Stücker eröffnete den traditionellen Markt am Samstagnachmittag und würdigte in seiner Ansprache den Beitrag, den die Organisatoren hier leisten. So ein Weihnachtsmarkt wie in Bielstein lade gerade in dieser schnelllebigen Zeit zum Verweilen ein.



Auf einen Abstecher zum Christkind

Der mittlerweile achte Christkindkindmarkt lockte wieder viele Tausend Besucher auf den Festplatz hinter das Rathaus in Engelskirchen. Am Eingang von zwei Engelchen begrüßt, boten über 60 Hütten, Buden und Stände wohlsortierte weihnachtliche Waren. An allen drei Tagen hatte man ein stimmiges Bühnenprogramm mit viel Musik im Angebot. Chöre, Kindergärten und Schulen waren ebenso vertreten wie zahlreiche Vereine, Bands und Musiker der Gemeinde. Das Engelmuseum lockte mit der Sonderausstellung „Gloria Glück auf“, bei der es sich um Holzschnitzereien aus dem Erzgebirge handelte. Briefmarkenfreunde kamen im alten Baumwollmuseum auf ihre Kosten. Die Advents-Briefmarkenschau des Philatelistenverbands Mittelrhein bot unter anderem viele Sondermarken und -stempel sowie eine interessante Ausstellung von Postwertzeichen-Collagen des Kölner Künstlers Rainer Spandel.

Allem voran stand jedoch für viele kleine Gäste natürlich der Besuch beim Christkind im LVR-Museum persönlich, der aber einiges an Geduld wegen sehr langer Wartezeit erforderte. Vor allem am Sonntag waren es gut zwei Stunden, da der Andrang enorm groß war. Inmitten der Christkindpostfiliale, wo viele helfende Hände die eingegangenen Wunschzettel bearbeiteten, nahm das Christkind die Briefe, Zettel und Gemälde der Kinder sehr gerne persönlich entgegen oder hörte sich die Wünsche direkt an. Ein Erinnerungsfoto war selbstverständlich inbegriffen. Ein beliebtes Fotomotiv war die lebende Krippe mit dem freundlichen Kamel sowie Esel und Schafen. Der Engelskirchener Einzelhandel lud mit einem verkaufsoffenen Sonntag zum weihnachtlichen Bummeln und Shoppen ein, falls doch noch das eine oder andere Geschenk zu besorgen war. Auf die Leitmotive Erleben, Genießen und Wohlfühlen hatte man seitens des Veranstalters erneut sehr großen Wert gelegt, was angesichts der hohen Besucherzahlen an allen drei Tagen auch durchaus gelungen war.


Weihnachtsbaumtaxi und Turmblasen in Nümbrecht

Frisch geschlagene Weihnachtsbäume, Handwerkliches von Hobby-Künstlern, Vereinen und Dorfgemeinschaften, Punsch, Glühwein, süße und herzhafte Speisen, weihnachtliche Musik, strahlende Lichter und der Nikolaus lockten zahlreiche Besucher zum Nümbrechter Weihnachtsmarkt. Zum zweiten Mal fand er wieder traditionell am dritten Adventswochenende statt. An den Büdchen und Ständen entlang der Hauptstraße oder in den Geschäften wurden nach Geschenken gesucht. Zum Beispiel kleine Regale, Kerzenhalter und Handy-Ständer aus Holz oder Beton, hergestellt von den Schülern des Wahlpflichtfachs „Betrieb und Mobilität“, die sich mit Ideen, Produktion und Vermarktung beschäftigen. „Der Verkauf auf dem Weihnachtsmarkt ist der Höhepunkt“, erzählte – ein klein wenig stolz - Marco Zangrando vom Projektleitungsteam der Lehrer.

Oder die Schutzengel von Hans Joachim Holland-Moritz aus Nümbrecht. Der ehemalige Formmacher stellte die Silikonformen selbst her und goss aus altem, eingeschmolzenem Zinn die kleinen Begleiter. Eine bunte Vielfalt von handwerklichen Kunstfertigkeiten gab es bei den Huppichterothern. Für das leibliche Wohl sorgten Grünkohl mit Mettwürstchen beim Engelsstift, herzhafte Reibekuchen der Chorgemeinschaft Nümbrecht, Feuerzangenbowle der Feuerwehr Nümbrecht oder Glühwein beim CDU- Gemeindeverband. Dort trafen auch die Kommunalpolitiker der SPD ein und man übte gemeinsam „Groko“. Musik präsentierten die Schlossspatzen, Chorgemeinschaft und Campus-Chor. Das traditionelle Turmblasen von der Kirchturmspitze fand zum ersten Mal im Rahmen des Weihnachtsmarktes statt mit den Bläsern vom Wirtenbacher Posaunenchor mit der „Nümbrechter Turmmusik“ von Erhard Barth. Beliebt war der Weihnachtsbaumverkauf des CVJM Nümbrecht mit Weihnachtsbaum-Taxi. Als schönsten Stand prämierte die Jury den festlich geschmückten Stand der Huppichterother Dorfgemeinschaft.



Advent im Museum

Ein vorweihnachtlicher Markt mal ganz anders, denn im LVR-Museum in Lindlar beim „Advent im Museum“ sind die Stände und Häuser, in denen es etwas zu sehen oder auch zu verköstigen gibt weitläufig zu erreichen. Auf dem gesamten Museumsgelände ist in den alten historischen Häusern, aber auch an Ständen etwas zu entdecken. Fesselnd sind die Handwerksvorführungen, so im Bandweberhaus Ronsdorf, wo in der Stube nebenan altes Leinen, bestickte Bänder und Deckchen aus „Großmutters Wäschetruhe“ zu finden sind. Im „Hof zum Eigen“ ein kleiner Markt in der Zehntscheuer, wo auch Wolle versponnen wurde und Lebkuchen-Männer und –Frauen für den Bunten Teller gekauft werden konnten. Der Schmied zeigte wie sein Handwerk ausgeführt wird und verteilte platt geschlagene Nägel. Beim Weitergehen über das Gelände erschallten die Jagdhörner der Bläser aus Engelskirchen von der Scheune Eckenhagen.


Alte Spiele bot das adventliche Erlebnisdorf des Erzbistums Köln. An mehreren Spielständen zu den Themen Advent und Weihnachten befanden ein Schafrennen mit Plüschschafen, ein Murmelbrett mit dem Weg zur Barbara-Kapelle und der Geschichte der Heiligen Barbara, oder eine Wand mit drei Generationen der Heiligen Drei Könige, die Hand-in-Hand arbeiten mussten. Im Müllershammer Glaskunst und Gravuren, weihnachtliche Holzdekoration in der Seilerei und in der Museumsherberge Keramik und Produkte aus Bienenhonig und –wachs. Natürlich auch etwas für das leibliche Wohl, so Räucherfisch, Spezialitäten vom Grill und heiße Suppe sowie Glühwein und Punsch am Stand des Fördervereins des Museums. So konnten die Gäste am dritten Advent gemütlich durch das leider nicht so winterliche Museumsgelände schlendern und in den historischen Häusern verteilte Stände von über 60 Ausstellern entdecken.