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LEADER-Bewerbung: Vielfalt zeichnet Oberberg aus

fj; 21. Jan 2015, 11:56 Uhr
Bilder: Fenja Jansen/OBK (Galerie) --- Die Projektmesse gab einen Eindruck von der Vielzahl der Projektideen.
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LEADER-Bewerbung: Vielfalt zeichnet Oberberg aus

fj; 21. Jan 2015, 11:56 Uhr
Nümbrecht – Beim gestrigen Abschluss der Bewerbungsphase als LEADER-Region zeigte sich Dr. Frank Bröckling siegessicher – Aufgrund der Vielzahl an Akteuren und Ideen sieht er beste Chancen auf die Fördermillionen. (AKTUALISIERT)
„Oberberg: 1.000 Dörfer – eine Zukunft!“ – unter diesem Namen bewerben sich die Kommunen Bergneustadt, Engelskirchen, Gummersbach, Lindlar, Morsbach, Nümbrecht, Reichshof, Waldbröl und Wiehl unter Federführung des Oberbergischen Kreises als LEADER Region. Und damit um Fördergelder der Europäischen Union zur ländlichen Entwicklung in Millionenhöhe. „In diesem Namen spiegelt sich die Besonderheit der durch kleinteilige Strukturen geprägten Region mit einer Vielzahl an Dörfern und Weilern, einer bedeutenden Kulturlandschaft und einem ausgesprochenen aktiven Vereinsleben wieder“, begrüßte Kreisdirektor Jochen Hagt die rund 150 Gäste, die gestern auf der Abschlussveranstaltung zur Bewerbungsphase auf Schloss Homburg erschienen waren.


[Unter diesem Logo läuft die Bewerbung.]

Ebenso zahlreich wie Dörfer im Oberbergischen schienen auch die Projektideen zu sein, die in den vergangenen Monaten von Bürgern, Institutionen und Vereinen bei der Kreis- und Regionalentwicklung vorgelegt und in die Lokale Entwicklungsstrategie, die mit der Bewerbung vorzulegen ist, eingeflossen sind. Dies verdeutlichte ein kleiner Rundgang durch die „Projektmesse“ mit Dr. Frank Bröckling, Geschäftsführer von Planinvent. Das Münsteraner Büro berät den Kreis bei der Bewerbung. Die Ideen, die an Stellwänden präsentiert und von den jeweiligen Akteuren vorgestellt wurden reichten vom Fitness-Pfad für Körper und Geist in der Nordhelle (Gummersbach), der Etablierung eines internationalen Volksmusikfestivals in Waldbröl, dem Anbau und Vertrieb von Kräuterheu aus dem oberbergischen Süden bis hin zu einer Mitfahrzentrale am Berufskolleg Dieringhausen.


Im Rahmen der vier Handlungsfelder „Lernen in der Region“, „Leben in der Region“, „Regionale Attraktivität“ sowie „Wirtschaften in der Region“ wurden diese Ideen teils weiter entwickelt und konkretisiert, sodass sie in die Bewerbung einfließen konnten. „Zwar bewerben sich rund 40 Regionen als LEADER-Region, aber ich schätzen unsere Chancen sehr gut ein. Für uns spricht die Vielfalt der Dörfer sowie die Bandbreite an Akteuren und Projekten“, zeigte sich Bröckling siegessicher. Der Status als LEADER-Region würde zum einen Fördermöglichkeiten aus dem eigentlichen LEADER-Verfahren sichern als auch die Antragsstellung auf Förderung aus anderen Töpfen erleichtern.



[Michael Kamp (mittig) stellt das Projekt des Fördervereins des Bergischen Freilichtmuseums Lindlar vor: Die alte Schule von Waldbröl-Hermesdorf soll vor dem Abbruch bewahrt werden und eine neue Heimat im LVR-Freilichtmuseum finden.]
  
Die Bewerbung muss bis zum 16. Februar beim Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen vorliegen. Die Ernennung der neuen LEADER-Regionen findet voraussichtlich im Juni statt. War die Bewerbung erfolgreich, können ab Herbst die Anträge für einzelne Projekte gestellt werden und mit deren Umsetzung begonnen werden. Sollte „Oberberg: 1.000 Dörfer – eine Zukunft!“ trotz aller positiven Prognosen den Zuschlag nicht bekommen, war die Arbeit dennoch nicht umsonst, versprach Hagt: „Dann müssen wir uns überlegen, wie wir die Projekte trotzdem auf den Weg bekommen, denn die Ideen und die dahinterstehende Gesamtstrategie sind ein Pfund, mit dem die Region wuchern muss.“

Weitere Informationen zu LEADER gibt es unter www.obk.de/leader und in Kürze auf einer eigenen Internetseite für Oberberg: www.1000-doerfer.de.