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Großzügige Spende für Oberbergische Retter

me; 15. Nov 2012, 12:53 Uhr
Bilder: Fenja Jansen --- (v. li.) Kerstin Heinhaus, Ulrich Jaxtheimer, Sascha und Günter Theißen sowie Rolf Kühr bei der heutigen Scheckübergabe in der Gummersbacher Rettungswache.
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Großzügige Spende für Oberbergische Retter

me; 15. Nov 2012, 12:53 Uhr
Gummersbach – Der Verein 'Rettung' e.V. Oberberg erhielt heute eine Geldspende des Oberbergischen Überwachungsdienstes Theißen GmbH - Aus diesem Anlass lud die Rettungswache Gummersbach die Geschäftsführer zu einem Rundgang ein.
Von Maren Einnatz

Schon lange spenden die Geschäftsführer des Oberbergischen Überwachungsdienstes Theißen GmbH Günter und Sascha Theißen privat an den Verein "Rettung" e.V. Oberberg, in jünster Vergangenheit gar 3.000 Euro. Grund genug, die beiden Herren einmal persönlich in die Räumlichkeiten der Rettungswache einzuladen, dachten sich Wachleiter Rolf Kühr, seine Stellvertreterin Kerstin Heinhaus und der kaufmännische Geschäftsführer des Vereins Ulrich Jaxtheimer. Heute gaben sie den beiden Geschäftsführern vor Ort einen Einblick in ihre tägliche Arbeit und zeigten, wie Spenden verwendet werden.


[Kerstin Heinhaus und Rolf Kühr demonstrieren die Rettung einer bewusstlosen Person aus ihrem Auto.]

Der Verein "Rettung" e.V. Oberberg wurde 1973 mit dem Ziel gegründet, die Rettungswachen im Oberbergischen durch Beratung, Geldmittel und Sachleistungen zu unterstützen und so die notfallmedizinische Versorgung der Bevölkerung noch weiter zu verbessern. Der Verein selbst finanziert sich dabei hauptsächlich durch die Beiträge der rund 730 Mitglieder sowie Spenden. „Mit der finanziellen Unterstützung des Vereins können wir Geräte anschaffen, die weit über die Standard-Ausrüstung hinaus gehen“, erklärte Heinhaus. Und das, so demonstrierte sie gemeinsam mit ihren Kollegen, kommt letztendlich immer den Patienten zu Gute. So gehört das Beatmungsgerät im Notarzteinsatzfahrzeug, dass von seiner Leistung her durchaus mit den Geräten, die auf der Intensivstation zum Einsatz kommen, verglichen werden kann, keinesfalls zum Standard. Und auch der, trotz seines stolzen Preises von 250 Euro eher unscheinbare "S-Cut" ist längst nicht auf jedem Notfallkoffer zu finden – mit ihm kann selbst Motorradkleidung mühelos und schnell aufgeschnitten werden.


Auch das Vorgehen bei einem Einsatz bekamen die heutigen Besucher anhand eines Fallbeispiels demonstriert: Kühr und Heinhaus zeigten, wie ein verunfallter Fahrer aus seinem Auto gerettet wird: Sie sprachen den Fahrer immer wieder an, überprüften Atmung und Puls und erklärten ihm die einzelnen Schritte ihres Einsatzes, wie zum Beispiel die Stabilisierung seines Nackens oder die Befreiung aus dem Auto. Ein solcher Einsatz, so Heinhaus, sollte am Unfallort möglichst nicht länger als 20 Minuten dauern. Für die schnelle Abwicklung ist nicht zuletzt das Equipment ausschlaggebend. Dafür, dass dieses nicht bloß dem Standard entspricht, kann der Verein "Rettung" e.V. Oberberg auch dank solcher Spenden wie der heutigen sorgen.