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Sechs Bewohner bei Kellerbrand verletzt

ch; 14. Dec 2011, 15:05 Uhr
Bilder: Michael Kleinjung --- Eine dichte Rauchwolke drang heute Nachmittag aus dem Keller eines Bernberger Mehrfamilienhauses.
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Sechs Bewohner bei Kellerbrand verletzt

ch; 14. Dec 2011, 15:05 Uhr
Gummersbach – Ein brennender Keller in einem Mehrfamilienhaus auf dem Bernberg sorgte für einen Großeinsatz der Gummersbacher Feuerwehren und des Rettungsdienstes - Brandermittler schließen technischen Defekt aus. (MIT VIDEO, AKTUALISIERT)
Eine dichte Rauchsäule stand heute Nachmittag über dem Bernberg. Vorbeifahrenden Autofahrern war der Qualm aus dem Untergeschoss eines Mehrfamilienhauses am Südring aufgefallen und hatten die Feuerwehr gerufen.

Diese rückte mit einem Großaufgebot an Kräften aus, da zunächst nicht eindeutig war, ob sich noch Personen in dem Gebäude befanden. Anwohner berichteten den anrückenden Kräften dann tatsächlich von einer Dame, die vermisst wird. Unter Atemschutz drangen die Floriansjünger in das völlig verqualmte Haus vor, während draußen Einsatzleiter Thomas Wurm versuchte, für Klarheit zu sorgen. „Glücklicherweise stellte sich heraus, dass die Bewohnerin vor drei Wochen ausgezogen ist, sodass sich niemand mehr in Gefahr befand“, berichtete der stellvertretende Wehrführer Gerd Klotz. Sechs Personen hatten jedoch soviel Rauchgase eingeatmet, dass sie mit Vergiftungserscheinungen vom Rettungsdienst ins Gummersbacher Krankenhaus transportiert werden mussten.

Der Brandherd selbst war schnell gefunden. Aus ungeklärter Ursache war in einem Kellerabteil ein Feuer ausgebrochen. Mit zwei Trupps im Innenangriff drangen die Wehrmänner vor und bekämpften mit zwei C-Rohren die Flammen. Zusätzlich sperrte die AggerEnergie den Gaszugang zu dem Gebäude ab, da scheinbar auch die Zuleitungen durch die starke Hitze beschädigt worden waren. 

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[Video: Andre Miebach --- Insgesamt 57 Feuerwehrleute und zwei Rettungs- sowie zwei Krankenwagen und ein Notarzt waren auf dem Bernberg im Einsatz.]

Es dauerte knapp zwei Stunden bis der Brand gegen 17:30 Uhr unter Kontrolle gebracht werden konnte. Durch die starke Verrußung sind die meisten Wohnungen bis auf weiteres jedoch nicht mehr bewohnbar. Die unverletzten 30 Bewohner kamen bei Nachbarn oder Freunden unter und mussten nicht auf, vom Ordnungsamt zur Verfügung gestellte, Ersatzwohnungen zurückgreifen. Insgesamt 57 Feuerwehrleute der Einheiten Bernberg, Dümmlinghausen, Derschlang, Rebbelroth sowie Gummersbach und Niederseßmar waren bis 18:30 Uhr im Einsatz. Auch Kreisbrandmeister Frank-Peter Twilling war vor Ort und unterstützte die Einsatzleitung während den Löscharbeiten. Die Polizei hat die Brandstelle beschlagnahmt und weitere Ermittlungen eingeleitet.

Laut den Brandermittlern war die Ursache für das Feuer kein technischer Defekt. Deshalb ermittelt die Polizei jetzt, ob es sich um Fahrlässigkeit oder vorsätzliche Brandstiftung handelt. Wie die Polizei mitteilte, beläuft sich der Schaden im Keller auf rund 15.000 €. Inwieweit der Rauch die Wohnräume geschädigt hat, stand zum jetzigen Zeitpunkt nicht fest.

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