Archiv

Aus Spaß wurde gute Tradition

us; 12. Feb 2019, 11:35 Uhr
Bild: Ute Sommer --- Über das treue Engagement der Oberwiehler Hambuch-Nachbarschaft und Schecks in Höhe von je 1.200 € freuten sich Alfred Freitag, Pia Piater und Bettina Hühn (vorne 3.,4. und 5. v. li.).
ARCHIV

Aus Spaß wurde gute Tradition

us; 12. Feb 2019, 11:35 Uhr
Wiehl - Mit Spendenschecks in Höhe von je 1.200 € unterstützten die Oberwiehler Hambuch-Nachbarn die Arbeit der „Tafel Oberberg Süd“ und von „Hilfe für Nick & Co. Helfende Hände Oberberg“.
Von Ute Sommer

Die Idee wurde vor 28 Jahren im Rahmen einer feucht fröhlichen Geburtstagsrunde aus der Taufe gehoben, in deren Rahmen die Hambuch-Nachbarn damals über ein Engagement auf dem Wiehler Weihnachtsmarkt herumalberten. Als Stand für den allerersten Hindelanger-Bergkäse-Verkauf auf dem Rathausplatz diente denn auch die Berghütten-Kulisse eines „Chörchen-Weihnachtskonzertes“, die von der Hambuch -Gemeinschaft zweckentfremdet und kurzerhand als Verkaufsbüdchen recycelt wurde.

Mittlerweile hat sich aus der einstmaligen Juxerei eine langjährige Tradition entwickelt: Wareneinkauf im Allgäu, Einfuhr und Verkauf unterliegen einem festgelegten Prozedere. Ehrensache, dass auch das Wiehler Weihnachtsmarkt-Wochenende 2018 im Kalender der Hambuch-Aktionsgemeinschaft strikt reserviert war für den Benefiz-Verkauf.


Mit Blick auf die Wettervorhersage, die verregneter nicht hätte sein können, passte man den Käse-Einkauf vorausschauend an und importierte rund hundert Kilogramm weniger als im Vorjahr. Obwohl sich mit Bindfaden-Regen alle meteorologischen Voraussagen bewahrheiteten, strömte die Bergkäse-Kundschaft in Scharen zum Stand der Oberwiehler und bereits Sonntagmittags waren sämtliche 333 Kilo über die Ladentheke gegangen.

Den Erlös in Höhe von 2.400 € spendete die Nachbarschaft je zur Hälfte an die Tafel Oberberg Süd und die Organisation „Hilfe für Nick & Co.-Helfende Hände Oberberg“. Bei der Spendenübergabe im Probenraum des Oberwiehler Chörchens freuten sich Alfred Freitag und Pia Piater, als Vertreter der Tafel, über das Geld, das in die Finanzierung von Raummieten, den Betrieb der Kühlfahrzeuge und die Entlohnung von Angestellten fließt. „Ohne diese Spenden könnten wir die Tafel, trotz unserer vielen Ehrenamtlichen zumachen“, betonte das Duo, deren Verein rund 1.600 Kunden im Raum Waldbröl, Morsbach, Nümbrecht, Wiehl und Reichshof versorgt.

Für die Organisation „Hilfe für Nick & Co.-Helfende Hände Oberberg“ informierte Bettina Hühn über das aktuelle Spendenprojekt für den schwerst-mehrfachbehinderten Benjamin. „Der zwölfjährige Gummersbacher Junge leidet an Gehirnschwund, ist blind, kann nicht sprechen, sitzen oder laufen.“ Um im Alltag beweglich zu sein, für Arztbesuche und Einkauf, ist die Familie auf die Anschaffung eines rollstuhlgerechten Fahrzeuges angewiesen. „Es sind immer wieder solch tolle Aktionen, wie die der Hambuch-Nachbarn, mit denen uns die Hilfe für bedürftige Kinder ermöglicht wird“, dankte Bettina Hühn.