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Kellerbrand im Dr. Dieter Fuchs Haus

fj; 11. May 2018, 11:10 Uhr
Bilder: Martin Hütt.
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Kellerbrand im Dr. Dieter Fuchs Haus

fj; 11. May 2018, 11:10 Uhr
Lindlar - In einem Wohnheim für chronisch psychisch Kranke brach gestern ein Feuer aus – Die Bewohner konnten noch vor Eintreffen der Feuerwehr ins Freie gebracht werden, Mitarbeiterin musste ins Krankenhaus (AKTUALISIERT).
Ein Trockner, der vermutlich aufgrund eines technischen Defekts in Brand geraten war, sorgte gestern Abend für einen Großeinsatz bei der Lindlarer Feuerwehr. Gegen 20 Uhr wurde den Einsatzkräften der Brand im Dr. Dieter Fuchs Haus in der Hauptstraße gemeldet. Da zu diesem Zeitpunkt unklar war, wie viele Bewohner und Mitarbeiter sich in dem Wohnheim für chronisch psychisch Kranke aufhielten, rückten gleich drei Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr aus. Mit insgesamt 46 Feuerwehrleuten eilten die Einheiten Lindlar, Frielingsdorf-Scheel und Remshagen zum Ort des Geschehens.

Bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr konnten die 13 derzeit anwesenden Bewohner des Dr. Dieter Fuchs Haus von zwei Mitarbeitern ins Freie gebracht werden. „Menschenleben waren glücklicherweise nicht in Gefahr, jedoch hatte eine Mitarbeiterin zu viel Rauch eingeatmet, während sie die Bewohner ins Freie brachte“, erklärte Florian Sauer, stellvertretender Sprecher der Feuerwehr Lindlar. Die Frau wurde durch den Rettungsdienst vor Ort versorgt und dann ins Engelskirchener Krankenhaus gebracht. Auch ein Bewohner begab sich später vorsichtshalber in ärztliche Untersuchung.

Den Feuerwehrleuten quoll bei ihrer Ankunft dichter Rauch entgegen. Vom brennenden Trockner im Keller aus hatte sich der Qualm bereits bis ins erste Obergeschoss ausgebreitet. Unter Atemschutz drangen Feuerwehrleute in den Keller vor, löschten die Flammen und brachten den noch immer qualmenden Trockner ins Freie. Noch bis 22:30 Uhr wurde das Haus gelüftet, sicherheitshalber verbrachten die Bewohner die vergangene Nacht dennoch in der Lindlarer Jugendherberge. Heute Morgen konnten sie in das Wohnheim zurückkehren.

„Natürlich ist ein finanzieller Schaden entstanden, aber im Großen und Ganzen sind wir mit dem Schrecken davon gekommen“, sagte Simone Ufer, Geschäftsführerin der Oberbergischen Gesellschaft zur Hilfe psychisch Behinderter, die das Wohnheim in Lindlar betreibt. Ihr ausdrückliches Lob gilt allen Nachbarn, Rettungs- und Einsatzkräften: „Die Nachbarn haben sich sofort um die Bewohner und Mitarbeiter gekümmert und die Feuerwehr und der Rettungsdienst haben vorbildliche Arbeit geleistet“, sagt sie. „Es ist gut zu wissen, dass im Falle eines Unglücks so kompetent und schnell Hilfe geleistet wird.“


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