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Lebensgefahr nach Kellerbrand in Mietshaus

bv; 3. Aug 2015, 11:55 Uhr
Bilder: Michael Kleinjung.
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Lebensgefahr nach Kellerbrand in Mietshaus

bv; 3. Aug 2015, 11:55 Uhr
Bergneustadt – Giftiger Qualm drang aus dem Kellerbereich in der Bergneustädter Steinstraße – Feuerwehr rettet 30 Bewohner, die zunächst das Haus nicht räumen wollten - 80 Wehrleute im Einsatz (AKTUALISIERT).

Großeinsatz für die Feuerwehr Bergneustadt und die Rettungskräfte aus der Region: In einem Gebäude des ehemaligen Bergneustädter Krankenhauses in der Steinstraße brach am heutigen Morgen ein Kellerbrand aus. Als die insgesamt 80 Kameraden aus allen Einheiten der Feuerwehr Bergneustadt vor Ort eingetroffen seien, habe es aus allen Kelleröffnungen  des gesamten Gebäudes stark gequalmt, berichtet Stadtbrandinspektor Michael Stricker.


[Auch Mütter mit Säuglingen mussten von der Feuerwehr gerettet werden.]

Auch das Treppenhaus sei bereits in Mitleidenschaft gezogen gewesen. Dennoch sei nur ein Teil der am Ende schließlich geretteten Bewohner bereit gewesen, den Aufforderungen der Feuerwehr, das Haus zu verlassen, nachzukommen. „Offenbar hat man die Gefahr aufgrund giftiger Rauchgase nicht sehen wollen“, berichtet Stricker. So brauchte es annähernd eine halbe Stunde, bis die Feuerwehr davon ausgehen konnte, dass sich niemand mehr in dem Gebäude befand, nachdem man jede Wohnung durchsucht hatte. Einige Bewohner waren zwischenzeitlich sogar wieder in das Haus zurückgekehrt.


[Es bedurfte viel Überredungskunst, ehe alle Bewohner des Gebäudes ihre Wohnungen verlassen hatten.]

Die 30 geretteten Menschen, darunter einige Kleinkinder, kamen in die Obhut der Rettungskräfte. 13 Bewohner wurden zu weiteren Untersuchungen ins Krankenhaus Gummersbach gebracht, für den Rest hatte die Stadt Bergneustadt den Krawinkelsaal als Aufenthaltsmöglichkeit hergerichtet. Noch am heutigen Mittag wurde der Messzug Oberberg in Bergneustadt erwartet, der prüfen sollte, ob die Mieter heute noch in ihre Wohnungen zurückkehren können. Der Brand, der in der Mitte des Kellers ausgebrochen war, konnte im Übrigen rasch gelöscht werden. Über die Brandursache gibt es noch keine Erkenntnisse, die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

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