HANDBALL

Mehr als nur ein Handballverein

pn; 11.07.2019, 14:34 Uhr
Foto: Peter Notbohm --- Yasemin Adam (v.l.n.r.), Bastian Irle, Sascha Latzke und Ole Ullenboom wollen den Umbruch beim CVJM Oberwiehl vorantreiben.
HANDBALL

Mehr als nur ein Handballverein

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pn; 11.07.2019, 14:34 Uhr
Wiehl – Der Sportvorstand des CVJM Oberwiehl Sascha Latzke will neue Strukturen schaffen und den Umbruch im Verein einleiten.

Von Peter Notbohm

 

Passender hätte der neue Sportvorstand des CVJM Oberwiehl den Ort für die Präsentation seiner Zukunftsplanungen nicht auswählen können. Im Vereinsheim auf dem Pützberg, das seit den 1950er Jahren der Lebensmittelpunkt des Klubs ist, stellte Sascha Latzke mit seinem Kompetenzteam die Ideen für die Zukunft des CVJM vor. Die letzte Renovierung des Gebäudes datiert noch aus den 80ern und es soll demnächst modernisiert werden. Aber auch der Verein soll auf frische Beine gestellt werden.

 

„Wir sind im Umbruch“, bekräftigt Latzke, der als Sportvorstand und Nachfolger des kürzertretenden Frank Dabringhausen das Bindeglied zum Gesamtvorstand bildet. Nicht erst durch den sportlichen Abstieg der Oberliga-Handballer, die immer noch das unumstrittene Aushängeschild des Vereins sind, herrsche Handlungsbedarf, den er mit neu aufgestellten mehrköpfigen und vor allem jungen Kompetenzteam vorantreiben möchte. Dazu gehören Ole Ullenboom, der für den Bereich Marketing und Kommunikation zuständig sein wird. Yasemin Adam soll sich um den Bereich Events kümmern und Florian König als sportlicher Leiter sowie Bastian Irle als Männerwart zeichnen sich für die sportlichen Geschicke des CVJMs verantwortlich. „Wir sind ein funktionierender Verein, aber wir wollen versteckte Potenziale herauskitzeln“, meint Latzke.

 

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Zunächst einmal habe man die Mitglieder in Workshops befragt, welche Wünsche es allgemein gebe und wofür der CVJM aus ihrer Sicht überhaupt stehe. „Wir machen uns Gedanken über unseren Markenkern, denn wir sind mehr als nur ein Handballverein. Wir sind ein bisschen anders“, sagt Ullenboom, der früher selbst für die Oberwiehler gespielt hat und nach langer inaktiver Zeit wieder für den Klub tätig wird. Knapp 700 Mitglieder zählt der Verein, etwa die Hälfte davon kommen aus dem Handball. Einen großen Teil nimmt zudem die Jugendarbeit und der christliche Bereich ein. Die Ergebnisse werden zwar noch weiter ausgewertet, erste Rückschlüsse hat das Kompetenzteam aus der überraschend großen Resonanz aber bereits gezogen.

 

Gerade auf den sozialen Aspekt soll in der Zukunft vermehrt Wert gelegt werden. Hierfür wurde ein Dreijahresplan aufgestellt. „Rein sportliche Aspekte werden kommende Saison nicht mehr ausreichen, um im Kader unserer ersten Mannschaft zu sein“, erklärt Bastian Irle, „alle Spieler werden im Sommer bei Null starten und es geht auch darum, eine Vorbildfunktion wahrzunehmen.“ Das sei auch mit Trainer Nils Hühn so besprochen. „Wofür unser Verein steht, soll wieder mehr im Vordergrund stehen. Dafür nehmen wir kurzfristig vielleicht auch einen sportlichen Rückschritt hin, wollen über Mannschaftsgeist und Zusammenhalt langfristig aber ein gutes Fundament aufbauen“, ergänzt Ullenboom.

 

Dass der CVJM Oberwiehl etwas besonderes sei, zeige allein schon die Tatsache, dass man in diesem Verein jedes Jahr Deutscher Meister bei der nationalen CVJM-Meisterschaft werden könne. „Aber wir haben nicht nur Handball. Uns verbindet neben der Tanzgruppe auch die Gemeinschaft“, meint Yasemin Adam, die aus eigener Erfahrung spricht: „Wir sind alle Vereinskinder und auch mit den Veranstaltungen neben dem Feld groß geworden. Das prägt!“ Der heutigen Jugend müsse man das zwar etwas aktiver als früher vorleben, „aber wenn sie merken, dass es Spaß macht, sind sie dabei.“ Eins eint Latzkes Team jedenfalls jetzt schon: „Wir bauen das Haus für die Generation danach und können viel positiven Einfluss auf unser Vereinsleben und unsere Mitglieder nehmen.“

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