Oberberg - Die HBD Löwen beißen sich nach dem Sieg bei MTV Köln in der Spitzengruppe fest - Der SSV Nümbrecht besiegt im Hochgeschwindigkeitsspiel Longerich II - Die Handball-Oberliga wird präsentiert von ‚Sportsbar Lutter‘ (AKTUALISIERT).
SSV Nümbrecht – Longericher SC II 31:30 (16:14).
Manuel Seinsche macht sich Sorgen um seine Gesundheit. „Ich sollte mir irgendwann mal ein Blutdruckmessgerät zulegen“, meinte der Nümbrechter Coach nach dem erneut knappen Erfolg. Schon wieder hatte es seine Truppe versäumt, frühzeitig den Sack zuzumachen. Ein verworfener Siebenmeter in der Endphase eröffnete den Gästen nach Nümbrechter Dauerführung tatsächlich noch die Chance zum Ausgleich, doch Longerich warf den Ball in der letzten Aktion ins Aus.
Vielleicht ein Zeichen von mangelnder Konzentration – auf beiden Seiten. Denn zuvor hatten sich die beiden Kontrahenten ein erschöpfendes Run-and-Gun-Spiel vom Allerfeinsten geliefert. „Ich glaube, dass wir auf beiden Seiten zwischen 50 und 60 Angriffe gesehen haben. Und es war auch schön heiß in der Halle. Ich habe schon in der ersten Halbzeit alle Spieler eingesetzt“, erklärte Seinsche, dessen Team sich im Hochgeschwindigkeitsduell über 6:6 (7.) und 10:10 (15.) bis zur Pause auf zwei Tore absetzte. Nach dem Seitenwechsel blieben die Longericher lange Zeit in Schlagdistanz. Vor allem Lennart Wörmann und Christopher Falkenreck, der allein zehnmal traf, stellten die SSV-Abwehr immer wieder vor große Probleme.
Beim Treffer von Marcel Miebach zum 28:24 (51.) schien das Pendel dann aber doch endgültig in Richtung der Gastgeber auszuschlagen, doch die Nümbrechter ließen sich fast noch die Butter vom Brot nehmen. „Da müssen wir den Deckel drauf machen, aber wir haben uns viele technische Fehler geleistet und den Gegner damit zurück ins Spiel gebracht“, klagte Seinsche. Nach Tim Hartmanns Treffer zum 29:26 (53.) brachte Tim Quetting die Gäste mit zwei Toren wieder in Schlagdistanz, fing sich dann aber eine Zeitstrafe ein. Jannik Lang – seit der vierten Minute der Partie mit Knieproblemen nur noch auf der Bank und ausschließlich für Siebenmeter im Spiel – traf vom Punkt, Dominik Donath legte zum 31:28 (59.) nach und die Kuh schien vom Eis.
[Nümbrechts Jannik Lang musste wegen Knieproblemen schon früh auf die Bank.]
Eine Zeitstrafe gegen Nümbrechts Fabian Benger machte die Begegnung aber erneut spannend. Wörmann und Falkenreck trafen zum 30:31, doch versagten den Gästen bei der letzten Aktion die Nerven. „Kompliment an die Longericher. Das ist eine junge und starke Mannschaft. Wir haben hier richtig Glück gehabt“, so Seinsche. (thg)
SSV Nümbrecht: Jannik Lang (7/4), Fabian Benger (4), Tim Hartmann, Tobias Schröter, Dominik Donath, Marcel Miebach, Simon Schanz (je 3), Lucas Söntgerath (2), Torben Lang, Benedikt Opitz, Tom Rydzewski (je 1).
MTV Köln – HBD Löwen Oberberg 27:36 (12:16).
Dritter Sieg im vierten Spiel für die Handballer der HBD Löwen. Das Team von Maik Thiele besiegte am Sonntagmittag den MTV Köln in der Domstadt klar mit 36:27 und untermauerte erneut seine starke Frühform. Ganz so deutlich wie es das Ergebnis am Ende aussagt, war der Spielverlauf allerdings nicht, das musste auch der Löwencoach eingestehen: „Der Sieg war absolut verdient, dass es am Ende dann aber neun Tore sind, kam auch für mich überraschend.“ Denn die Oberberger hatten eine 22:16-Führung (38.) verspielt, Köln kam zwischenzeitlich sogar zum 24:24-Ausgleich (48.).
Sehr zum Ärger von Thiele: „Ich war nicht gerade begeistert, dass MTV noch einmal zum Remis kam.“ Die Gäste haderten in dieser Phase mit einigen ausbleibenden Pfiffen der Schiedsrichter, die Fouls an Thorben Schneider ungeahndet ließen. „Die Jungs haben zwar nicht laut gemeckert, sich aber auch zu sehr damit beschäftigt und zu wenig mit dem Spiel. Es fehlten die schnellen Beine“, so Thiele. Entscheidend für ihn: Trotz Zeitstrafen gegen Marcel Neese und Marko Köster in dieser Phase gewannen die Oberberger die beiden Unterzahlphasen mit 3:1.
Dass es am Ende sogar ein klarer Erfolg wurde, lag an Tobias Mlynczak und Anthony Hudak-Domokos (Foto), die das Spiel nun an sich rissen, während die Kölner zunehmend fahriger wurden und einen Angriff nach dem anderen zu früh abschlossen. Der Schlüssel zum Erfolg war für Thiele neben den vorhandenen Wechselmöglichkeiten auch der gute Innenblock um Nils Welke und Tobias Mlynczak. Wichtige Faktoren waren für die Löwen zudem die Torhüter Julian Neu und Kevin Neese; die Gäste führten von Anfang an über 1:6 (7.) und 7:11 (18.). Wichtige Tore erzielte dabei immer wieder Marijan Basic.
Die Spielgemeinschaft aus Bergneustadt und Derschlag belegt mit 6:2 Punkten derzeit Rang fünf. „Das hat uns vor der Saison kaum jemand zugetraut, aber wir haben den Schwung der ersten Spiele mitgenommen“, freute sich Thiele. (pn)
HBD Löwen: Marijan Basic (10/3), Anthony Hudak-Domokos (8), Tobias Mlynczak (6), Thorben Schneider (6/2), Marcel Neese, Nils Welke (je 3).
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