HANDBALL

Fans dürfen zurück in die Hallen

pn; 15.09.2020, 21:00 Uhr
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Archivfoto: Michael Kleinjung --- So viele Zuschauer wie im Januar werden zum Ligastart nicht in die SCHWALBE arena dürfen, zumindest sind Geisterspiele nun aber vom Tisch.
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Fans dürfen zurück in die Hallen

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pn; 15.09.2020, 21:00 Uhr
Oberberg – Landesregierung erlässt neue Corona-Verordnung – Schindler sieht wichtigen Schritt in die richtige Richtung – 800 Zuschauer zum Ligastart? - 'RPP - Ambulantes Therapie- und Reha-Zentrum' und AggerEnergie präsentieren die Berichterstattung über den VfL Gummersbach.

Von Peter Notbohm

 

Der VfL Gummersbach muss doch nicht vor leeren Rängen in die kommende Saison starten. Die Landesregierung NRW veröffentlichte am Abend, die neue Corona-Schutzverordnung, in der es vor allem für den Sport erhebliche Lockerungen gibt. Die Begrenzung von Sportveranstaltungen auf 300 Zuschauer wurde gestrichen, wenn die Vereine ein gesondertes Hygiene- und Infektionsschutzkonzept vorlegen können. Bei mehr als 1.000 Zuschauern gilt künftig eine Obergrenze von einem Drittel der Kapazität der Sportstätte. Auch die Reglung zur Anzahl der Sportler bei Kontaktsportarten wurde dahingehend erweitert, dass nun alle Spieler, welche die jeweilige Sportart erfordert, am Spiel teilnehmen können.

 

Allerdings gelten zunächst besondere Reglungen im Rahmen eines Testlaufs für bundesweite Teamsportveranstaltungen, worunter auch die Spiele des VfL Gummersbach fallen würden. Demnach gibt es zunächst einen sechswöchigen Probebetrieb, in denen die Hygienekonzepte getestet werden sollen. Hierbei werden die Kapazitäten der Sportstätten zunächst auf 20 Prozent beschränkt. Zudem muss das Pandemiegeschehen beachtet werden: Steigt die 7-Tages-Inzidenz auf 35 und ist das Infektionsgeschehen nicht klar eingrenzbar, werden keine Zuschauer zugelassen. Auch Abstandsregeln und eine Entzerrung der Besucherströme in Hallen und Stadien ist vorgeschrieben. Nach der aktuellen Verordnung könnte der VfL Gummersbach anfangs demnach vermutlich mit etwa 800 Zuschauern planen.

 

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Für VfL-Geschäftsführer Christoph Schindler (Foto) zumindest ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung: „Alles andere wäre auch nicht akzeptabel gewesen.“ Kritik übt er dennoch an der Politik: „Wenn ich in den Statements der Landesregierung lese, dass die Sportvereine von der Stimmung leben, muss man leider festhalten, dass mancher Politiker immer noch nicht verstanden hat, dass die Vereine vor allem von Einnahmen und nicht der Stimmung leben.“ Dass man inzwischen von Prozenten und nicht mehr von absoluten Zahlen bei den Zuschauergrenzen spreche, sei zwar richtig, zu Jubel führt die neue Schutzverordnung beim Traditionsverein dennoch nicht.

 

In den vergangenen Wochen hatten die Verantwortlichen des VfL Gummersbach eigene Konzepte für die SCHWALBE arena erarbeitet und diese auch den lokalen Behörden vorgestellt. „Es waren sehr gute Termine und gemeinsam sind wir zu dem Schluss gekommen, dass gefahrlos mehr Zuschauer möglich wären.“ Die Arena biete durch die vielen Ein- und Ausgänge, dem hochmodernen Lüftungssystem sowie der angrenzende Halle 32 hervorragende Möglichkeiten, um Abstandsregeln einhalten zu können. Von der MT Melsungen weiß Schindler, dass der Bundesligist eigentlich bereits ein zugesagtes Hygienekonzept über 2.000 Menschen für die 4.300 Zuschauer fassende Rothenbachhalle in Kassel hat. Was die neuen Corona-Regeln im Detail für den VfL Gummersbach bedeuten, darüber sollen am morgigen Mittwoch klärende Gespräche mit dem Ligaverband und der lokalen Politik geführt werden.

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