HANDBALL

Erinnerungen an Rostock und Hagen

uk; 06.12.2021, 22:50 Uhr
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Archivfoto: Michael Kleinjung --- Für Ole Pregler war die Partie frühzeitig beendet. Die Spielmacher knallte nach einem Stoß in der Luft unkontrolliert auf dem Hinterkopf auf.
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Erinnerungen an Rostock und Hagen

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uk; 06.12.2021, 22:50 Uhr
Gummersbach - Das Team von Gudjon Valur Sigurdsson kassiert bei den Eulen Ludwigshafen die dritte Saisonniederlage - 'RPP - Ambulantes Therapie- und Reha-Zentrum' und AggerEnergie präsentieren die Berichterstattung über den VfL Gummersbach.

Von Uli Klein

 

Eulen Ludwigshafen - VfL Gummersbach 30:25 (18:13).

 

Den VfL-Machern war schon vor Antritt der Reise in den Süden völlig klar, dass es sich keinesfalls um eine Kaffeefahrt handeln würde, sondern eher eine höchst anspruchsvolle Aufgabe auf den Tabellenführer warten würde.

Die "Eulen Ludwigshafen" klingt zwar ganz possierlich, aber Gudjon Valur Sigurdsson wusste natürlich nur zu gut, dass in der Friedrich-Ebert-Halle ein kerniger Arbeitstag auf die Seinen warten würde.

 

"Dass sie zuletzt in Eisenach trotz erheblicher Personalprobleme ein Remis geholt haben, spricht für Moral und Qualität der Eulen", hatte der VfL-Coach über die Tageszeitung "Rheinpfalz" wissen lassen und gewarnt. Auch, dass die Ludwigshafener vor dem Match "nur" Rang neun im Klassenspiegel einnahmen, sprach keineswegs gegen sie, denn die Eulen haben pandemiebedingt bisher drei Spieltage weniger absolviert als die Konkurrenz.

 

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Sigurdsson orientierte sich deshalb lieber an den stattlichen 10:4 Punkten, die die Süddeutschen aus den vergangenen Spielen holen konnten. Dass der Isländer die Großwetterlage bei den Rheinland-Pfälzern genau richtig eingeschätzt hatte, sollte sich schon in der Anfangsphase schnell zeigen: Nach sieben niederlagenlosen Spielen in Folge zeigten die Eulen auch gegen den Zweitligaprimus nicht mal Spurenelemente von Respekt. Auch, dass Ole Pregler und Julian Köster die zeitige 2:0-Führung der Hausherren fix konterten (4.), konnte die breitkreuzigen Gastgeber nicht im geringsten irritieren.

 

Im Gegenteil: Die Eulen nutzten die zahlreichen oberbergischen Defizite in Abwehr und Angriff konsequent und setzten sich bis zur 19. Minute auf 11:4 ab. Dabei sorgte insbesondere der bärenstarke Neu-Nationalspieler Hendrik Wagner für wichtige Akzente. Auch ein Torwartwechsel von Tibor Ivanisevic auf Martin Nagy sowie die rote Karte gegen Eule Max Neuhaus brachte den Gästen in dieser Phase nicht den gewünschten Effekt.

 

Ludwigshafen blieb klar am Drücker, enteilte auf 16:8 (25.), trotzte den favorisierten Gästen weiterhin und konnte beim 18:13 immerhin eine Fünf-Treffer-Führung mit in die Halbzeit nehmen. Vieles erinnerte beim VfL in diesem Spielabschnitt an die fahrlässigen Niederlagen bei den Auftritten in Rostock und Hagen.

 

Auch nach Wiederbeginn wollte bzw. sollte sich beim Ligaprimus keine spürbare Besserung einstellen. Zwar war der in den Kasten zurückgekehrte Ivanisevic nun besser drauf und half seinen Kollegen zumindest sporadisch, doch das Keeperduell gegen Eule Urbic (17 Paraden) verlor er dennoch unter dem Strich recht deutlich. Die Hausherren blieben schließlich auch cool, als der VfL in Folge bis auf drei Tore herankam (21:18 /43.).

 

Als dann aber Raul Santos nach 48 Minuten wegen einer Undiszipliniertheit zum Duschen geschickt wurde, schien es endgültig um die Gummersbacher geschehen zu sein zu sein. Namentlich Janko Bozovic hatte aber etwas gegen eine vorzeitige Kapitulation und brachte sein Team beim 26:24 bzw. 27:25 (59.) noch einmal heran. Ludwigshafen überstand die kritische Endphase aber letztlich ungeschoren und siegte verdient gegen einen fahrig-unkonzentriert auftretenden Gegner.

 

Ludwigshafen: Wagner (12/1), Salger (5), Eisel (4), Falk (2), Neuhaus (2/1), Dietrich, Haider, Keskic, Hofmann, Klimek (je 1).

 

Gummersbach: Köster (7), Bozovic (5/1), Santos (5), Vidarsson (3), Fanger, Schneider, Dzialakiewicz, Pregler (je 1), Styrmisson (1/1).

 

Schiedsrichter: David und Christian Hannes (Aachen/Frankfurt)

 

Siebenmeter: 1/1 – 3/2 (Styrmisson scheitert an Urbic)

 

Zeitstrafen: 12:14 Minuten (Salger 2x, Dietrich, Keskic, Hoffmann plus rote Karte Neuhaus – Zeman, Bozovic, Köster, Kiesler, 3x Santos)

 

Zuschauer: 750

 

Ergebnisse und Tabelle

 

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