FUSSBALL
Traum vom Triple erfüllt – Farb-Update für die Trainerfrisuren
Oberberg - Heute findet in Refrath der Endspieltag der Juniorinnen statt - FCWO gewinnt bei den B7er-Mädels - C7er: Engelskirchens Offensive war nicht zu stoppen – D7er: Morsbach/Holpe-Wallerhausen setzt Triumphzug fort (AKTUALISIERT).
Weitere Berichte und Fotos folgen!
Nach dem spannenden Finaltag der Junioren am Samstag (zum Bericht) gehört der heutige Tag auf der Sportanlage des SV Refrath ganz den Mädchen. Drei Titel gingen dabei bislang ins Oberbergische: Die D-Juniorinnen der SG Morsbach/Holpe-Wallerhausen krönten ihre außergewöhnliche Saison mit dem Triple, danach zeigten die C7er-Juniorinnen des VfL Engelskirchen dem TuS Marialinden die Grenzen auf. Das Duell bei den B7er-Juniorinnen entschied der FC Wiedenest-Othetal gegen Morsbach/Holpe-Wallerhausen für sich (6:3).
Am Nachmittag wurde der Reigen mit dem C11er-Finale (Union Rösrath - 1. FFC Bergisch Gladbach) fortgesetzt. Die Gladbacherinnen behielten mit 5:0 die Oberhand. Den Abschluss des Wochenendes bildet das Endspiel der B11er-Juniorinnen zwischen der DJK Wipperfeld und dem TuS Marialinden um 18 Uhr.
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[Der Jugendausschussvorsitzende Thomas Engelberth (li.) freute sich über ein rundum gelungenes Wochenende.]
Sehr zufrieden zeigte sich Thomas Engelberth, Vorsitzender des Kreisjugendausschusses, mit dem Verlauf des Finalwochenendes. „Letztes Jahr in Marienheide hatten wir Regen, Regen, Regen, diesmal war das Wetter perfekt“, schickte er einen Gruß an Petrus, der vielleicht ein zu wenig stark an der Temperaturschraube gedreht hatte. Irregulär waren die Bedingungen aber nicht. Zudem legten die Schiedsrichter in jeder Partie eine Trinkpause pro Halbzeit ein, sodass die Aktiven ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen konnten.
In sportlicher Hinsicht zog Engelberth ebenfalls ein positives Resümee. Da in den Endspielen der Junioren die „üblichen Verdächtigen“ nicht in der Überzahl waren, sondern Vereine das Finalticket gelöst hatten, die sonst eine eher untergeordnete Rolle spielen, habe der Veranstaltung gutgetan. „Es waren mehr Fans da und es herrschte eine sehr gute Stimmung“, hob er in puncto Atmosphäre speziell die Begegnungen der D- und A-Junioren hervor.
Lobend erwähnte er den fairen Verlauf der Matches. Dass hier und da – siehe A-Jugendfinale - die Emotionen hochkochen, gehöre im Fußball dazu. Es sei jedoch alles im Rahmen geblieben – auch ein Verdienst der Unparteiischen, denen Engelberth seinen Dank aussprach. Nicht zuletzt stellte er dem SV Refrath als Ausrichter ein astreines Zeugnis aus. „Das Wochenende war top organisiert. Wir haben uns alle wohlgefühlt.“ Der SVR hatte aufgrund seines 100. Jubiläums den Zuschlag erhalten. (lo)
B-Juniorinnen (7er)
FC Wiedenest-Othetal – SG Morsbach/Holpe-Wallerhausen 6:3 (2:1).
[Die beiden Teams lieferten sich einen intensiven Schlagabtausch.]
Nach dem Gewinn der Meisterschaft in der Normalstaffel holten sich die FC-Mädchen nicht unerwartet auch noch den Titel des Kreispokalsiegers. „Wiedenest war heute natürlich haushoher Favorit und hat auch völlig verdient gewonnen. Das ist eine eingespielte Mannschaft, die seit Jahren schon zusammen ist. Wir sind als Außenseiter hierhingefahren und haben eine Riesenleistung gebracht. Ich muss den Mädels ein Riesenkompliment machen. Ich bin megastolz auf die Mädels“, war SG-Trainer Christoph Greb, trotz der Finalniederlage, nicht unzufrieden und gratulierte dem Gegner zum Sieg.
In den ersten Minuten hatten die SG sogar mehr vom Spiel. Klare Torchancen blieben auf beiden Seiten jedoch zunächst aus. Dann schlug der Favorit gnadenlos zu. Die erste dicke Chance nutzte der FCWO zur Führung. Dana Zurek hatte sich im Eins-gegen-Eins durchgesetzt und schob den Ball locker in die Maschen (20.). Die Chancen für den FC mehrten sich nun. Finja Lehnen traf den Außenpfosten (26.), Zurek scheiterte an der glänzend aufgelegten SG-Torfrau Sophie Kister (28.), ehe die SG zum Zug kam. Emma Schneider hämmerte den Ball aus rund 18 Metern unter die Querlatte und es stand 1:1 (30.). Die Wiedenesterinnen antworteten mit Dauerdruck. Mia Mazeika scheiterte an Torfrau Kister (35.), versuchte es zwei Minuten später noch einmal und scheiterte erneut. Diesmal versenkte jedoch Lena Schaller den Abpraller zum 2:1-Halbzeitstand (37.).
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[Lena Schaller erzielte das 2:1 für den FCWO.]
Zu Beginn des zweiten Durchgangs schien es, als hätten die Favoritinnen die Partie im Griff. Mia Mazeika gelang ein Doppelschlag und nach 55 Spielminuten stand es bereits 4:1. Die SG Morsbach/Holpe-Wallerhausen zeigte nun Auflösungserscheinung und musste Chancen im Minutentakt über sich ergehen lassen. Nachdem Luisa Boldt nach einem Sololauf über das halbe Feld zum 5:1 traf (58.), schien die Messe gelesen und ein Debakel deutete sich an. Doch die SG berappelte und wehrte sich. Antonia Wittershagen sorgte mit einem Flachschuss aus 18 Metern für das 2:5 (61.), Emely Haag markierte nach einem Steckpass von Evelin Wiens sogar das 3:5 (67.), doch damit war die Aufholjagd beendet. Luisa Boldt setzte mit dem 6:3 den Schlusspunkt (78.).
„Wir haben in der Meisterschaft zwei deutliche Siege gegen Morsbach geholt. Aber wie man so schön sagt, hat der Pokal eigene Gesetze. Es ist ein ganz anderer Wettbewerb. Das hat man auch heute gesehen. Wenn man da überheblich reingeht, ist es der falsche Weg. Wir wussten, dass es schwer wird. Wir waren sehr aufgeregt und zurückhaltend. Am Anfang hat nicht wirklich viel geklappt. Als das 3:1 fiel ging es besser. Ich glaube, beide Mannschaften waren mit ihren Kräften vollkommen am Ende. Am Ende war es eine reine Willensleistung“, bilanzierte Wiedenests Trainer Christian Lehnen. (thg)
Tore
1:0 Dana Zurek (20.), 1:1 Emma Schneider (30.), 2:1 Lena Schaller (37.), 3:1 Mia Mazeika (46.), 4:1 Mia Mazeika (55.), 5:1 Luisa Boldt (58.), 5:2 Antonia Wittershagen (61.), 5:3 Emely Haag (67.), 6:3 Luisa Boldt (78.).
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[Neben dem Kreispokal bekam der FC Wiedenest-Othetal heute auch die Meisterschale überreicht.]
C7er-Juniorinnen (7er)
TuS Marialinden – VfL Engelskirchen 2:10 (2:4).
[Franziska Reuter, die hier das Kopfballduell gewinnt, gehörte zu den herausragenden Spielerinnen des VfL Engelskirchen.]
Die Fußballerinnen des VfL Engelskirchen waren selbst noch nach den anstrengenden 70 Minuten in der prallen Mittagssonne auf Zack und verpassten ihren Trainern mit Haarspray eine lila-pinke Kopfdekoration – passend zur Trikotfarbe des neuen Pokalsiegers, der dem TuS Marialinden keine Chance ließ und einen hochverdienten Erfolg einfuhr. „Der Gegner war ein bisschen ersatzgeschwächt, aber es war auch eine sehr gute Leistung von uns“, freute sich Coach Patrick Engelbreit – vor der farblichen Anpassung der Frisur – für seine Mannschaft, die er seit drei Jahren zusammen mit Lulzim Aljusi betreut.
In der Liga hatten die Engelskirchenerinnen die Spielzeit hinter dem TuS abgeschlossen und zunächst sah es so aus, als ob es einen Krimi geben würde. Trotz der großen Hitze gaben beide Teams direkt Vollgas. Laura Theiler und Franziska Reuter beantworteten in den ersten zehn Minuten die beiden sehenswerten Weitschusstore von Marialindens Matilda Bolz – beim 1:2 traf sie sogar aus der eigenen Hälfte.
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[Die Fußballerinnen des VfL bejubeln den Pokalsieg.]
Nach der ausgeglichenen Anfangsphase war der VfL-Express nicht mehr zu stoppen. Vor allen Dingen Theiler und Reuter, die aufgrund ihres überragenden Talents normalerweise bei den U15-Jungs mitspielt, wirbelten die Defensive des Gegners, der seine Bank aus Personalmangel mit D-Juniorinnen, die vorher bereits gespielt hatten, bestücken musste, fast nach Belieben durcheinander. Theiler knipste am Ende fünfmal und Reuter steuerte einen Dreierpack bei.
Ferner scheiterte Engelskirchen mehrfach am Aluminium oder der starken TuS-Torhüterin Fina Wußow. Dennoch stand zum Schluss ein zweistelliger Sieg zu Buche, der im Rahmen des heutigen Saisonabschlusses im heimischen Sportpark Leppe kräftig gefeiert wird. Dort findet am 6. Juni auch ein „Tag des Mädchenfußballs“ statt (siehe Bericht). (lo)
Tore
1:0 Matilda Bolz (3.), 1:1 Laura Theiler (5.), 2:1 Matilda Bolz (9.), 2:2 Franziska Reuter (10.), 2:3 Laura Theiler (12.), 2:4 Franziska Reuter (28.), 2:5 Laura Theiler (40.), 2:6 Greta Klevenz (41.), 2:7 Laura Theiler (48.), 2:8 Franziska Reuter (55.), 2:9 Laura Theiler (61.), 2:10 Nele Nied (65.).
D-Juniorinnen (7er)
TuS Marialinden – SG Morsbach/Holpe-Wallerhausen 2:5 (0:2).
[Yvonne Dudacy vom Jugendausschuss des Fußballkreises Berg überreichte den Siegerpokal an die Morsbacher Spielführerin Anna Marx-Stölting.]
Die D-Juniorinnen der SG Morsbach/Holpe-Wallerhausen setzen ihren Triumphzug unbeirrt fort: Nach dem Gewinn des Hallenkreispokals und der Kreismeisterschaft räumte die Equipe von Cheftrainerin Michaela Schmallenbach auch den Kreispokal ab. Die Freude über das seltene Triple war riesengroß. „Die Mädels machen einfach weiter“, lobte Schmallenbach ihre Schützlinge, die über 60 Minuten dominant waren und das Ergebnis viel deutlicher hätten gestalten können. „Unsere Chancenverwertung war heute leider nicht so gut“, konnte Schmallenbach letztlich verschmerzen, dass vor dem gegnerischen Gehäuse die letzte Konzentration und das nötige Glück fehlten.
Es ging von Beginn an bloß eine Richtung: Yuliia Antonova setzte einen Freistoß an den Pfosten (3.), eine Direktabnahme von Spielführerin Anna Marx-Stölting ging über das Tor (5.). Kurz darauf hatten Heidi Schmallenbach und Marx-Stölting ebenfalls Alupech (8., 9.). In der 20. Minute fiel die überfällige Führung: Leni Quast legte für Marx-Stölting ab, die den Ball ins lange Eck bugsierte. Es folgten weitere Topgelegenheiten für die SG, darunter ein Handneunmeter, den Quast an die Querstange beförderte – es wäre ihr erstes Saisontor gewesen.
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[Lea Maric war erst wenige Sekunden auf dem Feld, als sie das 5:2 erzielte.]
Nach einer schönen Seitenverlagerung von Schmallenbach gelang Marx-Stölting das 2:0, ehe Marialinden, das hinter Morsbach/Holpe-Wallerhausen immerhin Vizemeister geworden war, nach dem Seitenwechsel aus heiterem Himmel infolge einer Ecke verkürzte. In Gefahr gerieten die Morsbacherinnen aber nicht, dafür war die Überlegenheit viel zu eindeutig. Aus der Distanz markierte Antonova das 3:1 und Lara Fischer ließ das 4:1 folgen. Der TuS betrieb anschließend noch einmal Ergebniskosmetik betreiben. Den Schlusspunkt zum 5:2 setzte Lea Maric nur wenige Sekunden nach ihrer Einwechslung.
Kapitänin Marx-Stölting analysierte den Erfolg ihrer Mannschaft unmittelbar nach dem Abpfiff erstaunlich routiniert. „Wir haben super trainiert, auf jeder Position starke Spielerinnen und als Team sehr gut zusammengespielt“, so die zweifache Torschützin. Das „Spiel des Jahres“ folgt für die SG-Kickerinnen allerdings noch: Am Donnerstag, 4. Juni (Fronleichnam), treffen sie im Finale des FVM-Pokals in Arnoldsweiler (Kreis Düren) auf den gleichaltrigen Nachwuchs von Bayer 04 Leverkusen. Eine Begegnung, auf die alle schon hinfiebern.
Vorher, am 28. Mai, richtet der Verein auf dem Sportplatz in Wallerhausen noch einen „Tag des Mädchenfußballs“ aus. Von 17 bis 19 Uhr können Fußballerinnen der Jahrgänge 2010 bis 2015 kostenlos und unverbindlich reinschnuppern. (lo)
Tore
0:1 Anna Marx-Stölting (20.), 0:2 Anna Marx-Stölting (30.), 1:2 Nele Samek (32.), 1:3 Yuliia Antonova (36.), 1:4 Lara Fischer (38.), 2:4 Mila Stinn (44.), 2:5 Lea Maric (55.).

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