FUSSBALL

Eintracht beendet Porzer Serie

lo; 26.05.2019, 21:05 Uhr
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Bilder: Oliver Müller --- Hohkeppels Jan Ruhnau-Geuenich mit dem 2:0.
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Eintracht beendet Porzer Serie

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lo; 26.05.2019, 21:05 Uhr
Oberberg - Hohkeppel schlägt Spitzenreiter Porz - Frielingsdorf hat die sportliche Rettung nach Erfolg in Westhoven selbst in der Hand - Lindlar verliert und steht unter Druck - 'ONI-Wärmetrafo GmbH' präsentiert die Bezirksliga (AKTUALISIERT).

Eintracht Hohkeppel – Spvg. Porz 3:1 (2:0).

 

Spitzenreiter Porz war vor dem heutigen Spieltag 24 Mal in Folge ungeschlagen geblieben, die Eintracht beendete diese beeindruckende Serie in einem hochemotionalen Gipfeltreffen. „Wir waren aggressiver und wacher als Porz und haben verdient gewonnen“, freute sich der sportliche Leiter Kevin Theisen über den wichtigen Schritt Richtung Aufstieg. Hohkeppel setzte die Gäste früh unter Druck und verzeichnete dadurch einige Balleroberungen. Nach diesem Strickmuster fiel das frühe 1:0: Jan Ruhnau-Geuenich legte den Ball auf Tibor Heber ab, dessen Querpass Thomas Tomanek mühelos verwertete.

 

[Eintracht-Trainer Taner Durdu hatte allen Grund, um sich über die zum Teil brutalen Fouls der Gäste zu echauffieren.]

 

Die Elf von Jonas Wendt tastete sich nach einer Viertelstunde etwas weiter vor, ohne wirklich gefährlich zu werden. Tugay Düzelten verpasste eine Flanke aus dem Halbfeld (15.), einen Kopfball von Daniel Varol lenkte Tom Brauner vorsichtshalber über die Querstange (18.) und Yannick Jerusalem klärte vor dem einschussbereiten Chris Scholz (20.). Die Hohkeppeler Angriffe waren zielführender: Heber hielt die Kugel an der Außenlinie im Spiel und bediente Marcel Wandinger, der Ruhnau-Geuenich mit einem Traumpass auf die Reise schickte – 2:0.

 

Im Anschluss wurde die Begegnung immer nickliger, so dass der Schiedsrichter alle Hände voll zu tun hatte. Bei einem rüden Einsteigen gegen Dennis Weis beließ es der Referee bei einer Verwarnung (45.+2). Zuvor war Weis per Freistoß am Torwart gescheitert (45.). In Durchgang zwei operierte der Tabellenführer laut Theisen vermehrt mit hohen Bällen und konnte durch Norman Wermes verkürzen. Die Eintracht wankte, fiel aber nicht. Lediglich bei einem Versuch von Düzelten blitzt das Können der Porzer Offensive noch einmal auf (70.).

 

[Hohkeppel bejubelt den entscheidenden Treffer.]

 

Kurz darauf handelte sich ein Kicker der Sportvereinigung wegen eines erneuten Fouls an Weis die Gelb-Rote Karte ein – und war damit laut Theisen gut bedient. In Überzahl fanden die Schwarz-Gelben in der Schlussminute die entscheidende Lücke: Fabian Apel lupfte die Kugel über die Abwehrreihe auf Ruhnau-Geuenich, der ebenso edel vollendete. „Ich bin sehr froh, dass wir die drei Punkte hier behalten haben. Die Jungs machen ihre Hausaufgaben zurzeit sehr gut“, so Theisen.

 

Wie geht’s weiter im Titelrennen? Die Porzer (64 Punkte, 26 Spiele) empfangen in der nächsten Woche die SG Worringen (60 Punkte, 27 Spiele) – übrigens mit dem zurückgeholten Coach Abdullah Keseroglu an der Seitenlinie - zum Topduell, während Hohkeppel (61 Punkte, 27 Spiele) zum Vierten FC Hürth II reist. Es bleibt megaspannend.                              

 

Tore

1:0 Thomas Tomanek (6. Tibor Heber), 2:0 Jan Ruhnau-Geuenich (29. Marcel Wandinger), 2:1 Norman Wermes (54.), 3:1 Jan Ruhnau-Geuenich (90. Fabian Apel).

 

Besonderes Vorkommnis

Gelb-Rot gegen einen Porzer Spieler (72. wiederholtes Foulspiel).   

 

Eintracht Hohkeppel

Tom Brauer; Christopher Reiter, Yannick Jerusalem, Jimmy Mbiyavanga, Dennis Weis, Severin Brochhaus, Tibor Heber, Ghareh Chaee (62. Carsten Gülden), Marcel Wandinger (80. Fabian Apel), Jan Ruhnau-Geuenich, Thomas Tomanek (70. Paul Hoffmeister).

 

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SV Westhoven-Ensen - SV Frielingsdorf 1:5 (1:3).

 

Der SV Frielingsdorf steht zum ersten Mal seit mehreren Monaten über dem berühmten Strich. Die Gäste zeigten gegen den SV Westhoven-Ensen ihre „beste Saisonleistung“ (Sportdirektor Marco Ripplinger) und zogen dank der besseren Tordifferenz am punktgleichen SC Germania Geyen vorbei. „Das war ein krachendes Ausrufezeichen“, so Ripplinger. Der SVF-Express war von Beginn auf Hochtouren und spielte die anfälligen Gastgeber förmlich an die Wand. Los ging’s mit einem Pfostentreffer von Tim Weinrich (5.), der nach elf Minuten per Kopf das 0:1 besorgte. Etienne Parmentier und Tristan Wolf legten in kurzer Abfolge nach, dabei revanchierten sie sich gegenseitig für den Assist des anderen.

 

[Severin Brochhaus verfolgt den Porzer Regisseur Tugay Düzelten.]

 

„Nach einer halben Stunde hätte es schon 0:5 oder 0:6 stehen müssen“, erklärte Ripplinger. Die Hausherren stempelten sich erst danach ein und verkürzten durch Patrick Czaja – nicht mehr als ein Strohfeuer. Frielingsdorf ließ sich von dem Gegentreffer nicht aus der Ruhe bringen und nahm nach der Pause das Heft des Handelns wieder in die Hand. Timo Braun war bei den seltenen Möglichkeiten der Westhovener auf dem Posten, ehe Wolf das 1:4 markierte und das letzte Tor von Weinrich vorbereitete. „Wir haben jetzt alles in der eigenen Hand und dürfen nicht nachlassen“, sagt Ripplinger vor den abschließenden drei Saisonmatches. Das kaum für möglich gehaltene Happy End ist tatsächlich in Reichweite.     

 

Tore

0:1 Tim Weinrich (11.), 0:2 Etienne Parmentier (22. Tristan Wolf), 0:3 Tristan Wolf (24. Etienne Parmentier), 1:3 (35.), 1:4 Tristan Wolf (74. Tim Weinrich), 1:5 Tim Weinrich (89. Tristan Wolf).  

 

SV Frielingsdorf

Timo Braun; Michael Brandt (34. Gianluca Fliegner), Maurice Häger, Johannes Kisseler, Tim Menzel, Marvin Cortes, Etienne Parmentier, Philipp Schmidt (67. Niklas Grumann), Tim Geisler (74. Norman Lemke), Tristan Wolf, Tim Weinrich.

 

 

FC Rheinsüd Köln - TuS Lindlar 3:1 (2:0).

 

The trend is your friend? Wenn’s nach dem Bonmot von Uli Hoeneß geht, sieht’s für den TuS Lindlar düster aus. Das 1:3 beim FC Rheinsüd Köln war die dritte Niederlage in Folge. Der Vorsprung auf die Abstiegszone ist von zwischenzeitlich zehn auf zwei Punkte zusammengeschmolzen und das Restprogramm hält noch die Partien gegen die Aufstiegskandidaten Hohkeppel und Worringen bereit. „Ich wir nie so euphorisch zu sagen, dass die Saison schon vorbei ist“, sieht sich Trainer Markus Müller bestätigt, stets den mahnenden Zeigefinger gehoben zu haben.  

 

[Dennis Weis wurde mehrere Male übel umgetreten.]

 

Die Lindlarer präsentierten sich nicht wie ein Absteiger, verteidigten aber Mitte der ersten Halbzeit zweimal nicht konsequent genug, um zu verhindern, dass die nachsetzenden Kölner die zweiten Bälle eroberten. Beim 2:0 rauschte das Leder aus 25 Metern wie ein Strich in den Giebel, weshalb Müller auch von fehlendem Matchglück sprach. Die Gäste retteten sich in die Pause, sortierten sich neu und versuchten, Offensivakzente zu setzen. Die Durchschlagskraft bewegte sich allerdings in einem überschaubaren Rahmen. „Wir waren nicht zielstrebig und willensstark genug“, erklärte Müller.

 

Nach dem dritten Gegentreffer war die Messe gelesen, Anton Zeka gelang noch eine bedeutungslose Korrektur des Resultats. „Als das Zwischenergebnis von Frielingsdorf bekannt wurde, herrschte bei uns ein Gefühl von ‚Angst essen Seele auf‘“, ist Müller nun als Psychologe gefragt. 

 

Tore

1:0 (23.), 2:0 (25.), 3:0 (87.), 3:1 Anton Zeka (89.).

 

TuS Lindlar

Marco Bong; Faruk Tokay, Moritz Stellberg, Tobias Mibis, Lukas Dappen (69. Hakan Gürsoy), Pascal Nguyen, Justin Ebert, Max Geßner, Marius Mukherjee (71. Rico Brochhaus/78. Jonathan Spicher), Anton Zeka, Marc Bruch.

 

Tabelle und Ergebnisse Bezirksliga

 

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