FUSSBALL

Kreispokal: Geburtstagskind König wird mit Finaleinzug beschenkt

lo, jlo; 15.09.2021, 22:40 Uhr
Fotos: Holger Plum (Hohkeppel), Michael Kleinjung (Frielingsdorf) --- Vor dem gegnerischen Tor war Gastgeber Frielingsdorf erschreckend schwach.
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Kreispokal: Geburtstagskind König wird mit Finaleinzug beschenkt

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lo, jlo; 15.09.2021, 22:40 Uhr
Oberberg – Untereschbach nach klarem Sieg gegen schwachen SV Frielingsdorf zweiter Endspielteilnehmer - Titelverteidiger Hohkeppel gibt sich gegen Homburg-Bröltal keine Blöße (AKTUALISIERT).

Kreispokal-Halbfinale

 

SV Frielingsdorf – TuS Untereschbach  1:5 (1:2).

 

Der A-Ligist aus Untereschbach kam wesentlich besser in die Begegnung als die Gastgeber. Von Beginn an störte das Team von Trainer Ansgar König früh und provozierte so Frielingsdorfer Fehler. Beim frühen 0:1 durch Josef König stand dem SVF-Abwehrverbund, inklusive Torhüter Ben Schnelker, die gesamte Bandbreite an Verteidigungsmöglichkeiten zur Verfügung, das Spielgerät wurde aber einfach nicht aus der Gefahrenzone befördert. Auch in der Folge blieb der TuS weiter gefährlich. Die nächste Großchance verhinderte Justin Heitz mit einer Rettungsaktion auf der Linie (16.).

 

[Der SV Frielingsdorf bleibt in der Krise und schied im Halbfinale des Kreispokals gegen Untereschbach aus.]

 

Nach einer knappen halben Stunde wandelte sich das Bild etwas. Das klare Handspiel eines Gästekickers im Strafraum wurde mit einem Strafstoß sanktioniert. Norman Lemke verwandelte sicher zum Ausgleich. Frielingsdorf wurde stärker, allerdings lediglich für zehn Minuten. Nach ein paar Nickeligkeiten mit einem Untereschbacher Spieler sah SV-Kicker Josip Stojcic Gelb, den anschließenden Kommentar zum Unparteiischen ahndete dieser mit der Ampelkarte. Die letzte klare Frielingsdorfer Torchance vergab Johannes Kisseler, der von der Strafraumgrenze aus am glänzend parierenden Robin Remshagen scheiterte (41.). Maurice Müller markierte noch vor der Pause die neuerliche Führung für die Gäste.

 

Unmittelbar nach dem Wechsel gelang dem Duo Jan Bosbach und Noah-Robin Wassong ein Doppelpack in Doubletten-Manier. Innerhalb einer Minute sorgten sie für die Entscheidung. In der Folge ließen die Gäste weitere Chancen ungenutzt, ehe Olgu Sahin in der Schlussminute das 1:5 nachlegte. Für TuS-Trainer Ansgar König war der deutliche Erfolg das perfekte Geschenk zum heutigen 49. Geburtstag. „Ich fürchte, jetzt wird es teuer für mich“, lachte er. „Die Jungs haben das richtig gut gemacht. Wir freuen uns auf das Endspiel gegen Hohkeppel. Zuallererst hoffe ich aber, dass wir den Schwung mit in die Liga nehmen.“

 

[Nicht mehr als ein Strohfeuer war der zwischenzeitliche Ausgleich durch Norman Lemke.]

 

Frielingsdorfs Trainer Sven Reuber hatte dagegen deutlich schlechtere Laune. „Die Niederlage ist hochverdient. Von uns war das eine unterirdisch schlechte Leistung und über die gesamten 90 Minuten gar nichts“, blieb der erhoffte Befreiungsschlag nach dem enttäuschenden Saisonstart in der Bezirksliga (nur ein Punkt aus sechs Partien) aus.

 

Vor der Begegnung gab es zu Ehren des gestern plötzlich und unerwartet verstorbenen Klaus Winterberg eine Gedenkminute. Der SV Frielingsdorf spielte mit Trauerflor. Winterberg hatte seine Karriere in der Jugend des Vereins begonnen und war später an den Scheelbach zurückgekehrt. Insgesamt war er dort weit über zwei Jahrzehnte als Spieler und Trainer aktiv. Zudem spielte er sieben Jahre für den TuS Lindlar in der Landes-, Verbands- und Oberliga sowie vier Jahre in der Landesliga für den SSV Marienheide.

 

Tore

0:1 Josef König (9.), 1:1 Norman Lemke (26. Foulelfmeter), 1:2 Maurice Müller (44. Florian Weyer), 1:3 Jan Bosbach (49. Noah-Robin Wassong), 1:4 Jan Bosbach (50. Noah-Robin Wassong), 1:5 Olgu Sahin (90. Luc Scharrenbroich).

 

Besonderes Vorkommnis

Gelb-Rot gegen den Frielingsdorfer Josip Stojcic (38. Meckern).

 

[Ansgar König freute sich an seinem Geburtstag über den Finaleinzug.]

 

Eintracht Hohkeppel – TuS Homburg-Bröltal 10:2 (8:1).

 

Eintracht Hohkeppel ist der Titelverteidigung ein Stück nähergekommen: Der Landesligist schlug im ersten Halbfinale des Kreispokals den tapfer kämpfenden Underdog TuS Homburg-Bröltal zweistellig und steht damit erneut im Endspiel. Nach der Liga-Pleite beim FV Wiehl vor zwei Tagen war dem Favoriten anzumerken, dass er die Aufgabe nicht auf die leichte Schulter nimmt. „Eigentlich hatten wir vor, auf zwei, drei Positionen mehr zu rotieren, aber die Jungs, die gegen Wiehl mit dabei waren, hatten etwas Frust und wollten unbedingt spielen“, sagte Coach Abdullah Keseroglu.

 

[Bröltals Stürmer Jan Mortsiefer zeigte zweimal seine Klasse.]

 

Bereits nach neun Minuten hatten die Gastgeber einen Drei-Tore-Vorsprung herausgeschossen und damit frühzeitig sämtliche Hoffnungen des B-Ligisten auf eine Sensation abgewürgt. Fadi Jfeily in Mittelstürmer-Manier mit der „Pike“, Mahmut Temür per Distanzkracher in den Torknick und Tayfun Pektürk waren in der Frühphase erfolgreich. Nach dem Anschlusstreffer durch Jan Mortsiefer, der eine zu kurz geratene Kopfball-Rückgabe zu Torwart Tom Brauer erlief und überlegt einnetzte, waren die Bröltaler präsenter und mutiger.

 

„Wir hatten zehn bis 15 Minuten, wo wir sie ein wenig kitzeln konnten“, sagte THB-Spielertrainer Bastian Sellau. Doch im Anschluss an das 4:1 durch Telmo Pires Teixeira - er nagelte die Kugel aus 25 Metern unter die Latte - wurde es übel für die Gäste. Thomas Tomanek (2), Jfeily und Temür schraubten das Ergebnis bis zum Pausenpfiff in die Höhe.

 

[Der Hohkeppeler Gabriel Mbongo versucht sich gegen Mamadu Jalloh durchzusetzen.]

 

Nach dem Seitenwechsel ging’s gemächlicher zu, wobei Mortsiefer zunächst mit seinem zweiten Streich auf sich aufmerksam machte. Er ließ zwei Gegenspieler stehen und traf ins kurze Eck. Für Bröltals Goalgetter gab’s sogar ein Lob von Keseroglu. „Er hat einfach Qualität und hat uns schon letztes Jahr im Pokal ein bisschen geärgert.“

 

Seinerzeit gewann der SVE mit 6:2, diesmal wurde es deutlicher: Der eingewechselte Marcel Höller und Severin Brochhaus stellten den Endstand her, Keeper Michael Demmer verhinderte mit einigen Glanzparaden eine noch höhere Niederlage. Zudem rettete zweimal das Aluminium für den TuS. „Ich war auf der Bank sehr entspannt. Die Mannschaft hat eine sehr gute Leistung gezeigt. Auch die zweite Halbzeit hat mir gefallen, obwohl wir da nicht so oft getroffen haben“, so Keseroglu.

 

[THB-Spielertrainer behauptet den Ball gegen Severin Brochhaus.]

 

Auf der Gegenseite war man stolz auf das Erreichte. Den Sprung in die Runde der letzten Vier - und die damit verbundene Qualifikation für den FVM-Pokal - hat der Klub seit längst vergangenen Bezirksliga-Zeiten nicht mehr geschafft. Sellau: „Hut ab vor meinen Jungs. Wir haben versucht, uns nicht nur hinten reinzustellen und lange Bälle nach vorne zu schlagen. Für uns ging es darum, Erfahrung sammeln und Spaß zu haben. Hohkeppel hat eine Raketenmannschaft mit hoher Laufbereitschaft und Spielfreude. Da ist es schwierig, über 90 Minuten mitzuhalten.“            

 

Tore

1:0 Fadi Jfeily (5.), 2:0 Mahmüt Temür (8.), 3:0 Tayfun Pektürk (9.), 3:1 Jan Mortsiefer (12.), 4:1 Telmo Pires Teixeira (30.), 5:1 Fadi Jfeily (37.), 6:1 Thomas Tomanek (38.), 7:1 Mahmut Temür (43.), 8:1 Thomas Tomanek (44.), 8.2 Jan Mortsiefer (46.), 9:2 Marcel Höller (66.), 10:2 Severin Brochhaus (71.).

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