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Fußball-Legionäre: Freude und Frust

db; 22.05.2019, 10:37 Uhr
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Fußball-Legionäre: Freude und Frust

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db; 22.05.2019, 10:37 Uhr
Oberberg – Während Timo Röttger mit der SG Sonnenhof Großaspach den Klassenerhalt geschafft hat, steigt Sinan Karwein mit den Sportfreunden Lotte ab - Merle Barth gelingt mit Bayer-Frauen kleines Wunder.

Nach dem erreichten Klassenerhalt startete für Timo Röttger und die SG Sonnenhof Großaspach erst einmal ein mehrtägiger Feiermarathon. „Erst haben wir in der Kabine gefeiert, dann in Köln in der Kneipe, dann gings ins Hotel und am nächsten Tag startete der Flieger nach Mallorca“, berichte ein leicht angeschlagener Röttger nach seiner Rückkehr in die Heimat: „Wir sind erleichtert und glücklich. Es war klar, dass es eine schwierige Saison werden würde und wir bis zum Schluss kämpfen müssen.“

 

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Durch zwei Siege an den letzten beiden Spieltagen schaffte der für viele sichere Abstiegskandidat doch noch den Verbleib in der 3. Liga. „Wir hatten den Willen. Du musst da sein, wenn es darauf ankommt“, so Röttger, der selbst großen Anteil am Erfolg hatte. Beim 5:2-Erfolg gegen den FSV Zwickau erzielte der Bergneustädter seine Saisontore neun und zehn und bereite zwei weitere Treffer vor. Mit einem 2:0-Auswärtserfolg am letzten Spieltag machten die Baden-Württemberger den Klassenerhalt dann perfekt.  

 

[Foto: SG Sonnenhof Großaspach --- Timo Röttger konnte sich mit seiner Mannschaft vor dem Abstieg retten.]

 

Auf der Tribüne feuerten Röttgers Familie und einige Akteure seines früheren Vereins FC Wiedenest-Othetal den Oberberger und seine Mannschaft beim Saisonfinale an. Nach einem kurzen Abstecher in die Heimat im Oberbergischen geht es für den 34-Jährigen in den verdienten Urlaub, bevor wieder die Saisonvorbereitung startet.

 

Sein Verein steht durch viele auslaufende Verträge und einen Trainerwechsel wieder einmal vor dem Umbruch. „Ich bin ein bisschen die Konstante“, scherzt Röttger. Röttger erwartet wieder eine schwierige Saison, ist aber dennoch zuversichtlich: „Wir werden wieder als Abstiegskandidat gehandelt werden, aber das kennen wir ja schon. Wir werden uns schon etwas einfallen lassen.“

 

Ein bitteres Saisonende musste hingegen Sinan Karweina mit den Sportfreunden Lotte erleben. Durch drei Niederlagen aus den letzten vier Spielen verpassten die Westfalen den Sprung auf die Nichtabstiegsplätze. „Ich war überzeugt, dass wir den Klassenerhalt schaffen können. Leider haben wir am Ende fast keine Tore mehr geschossen und uns zu viele individuelle Fehler erlaubt“, so Karweina. „Wir sind eine junge Truppe und es fehlte uns an Erfahrung, denn im Abstiegskampf spielt auch der Kopf eine große Rolle.“

 

[Foto: Sportfreunde Lotte --- Sinan Karweina steigt mit den Sportfreunden aus der 3. Liga ab.]

 

Beim 0:0 gegen Hansa Rostock und der 0:1-Niederlage gegen Wehen Wiesbaden stand der 20-Jährige in der Startelf. Die letzten beiden Saisonspiele verpasste er aufgrund eines Muskelfaserrisses. „Für mich persönlich lief es gar nicht so schlecht. Der Trainer hat mir vertraut und hätte mich gerne auch in den letzten beiden Spielen aufgestellt. Leider kam die Verletzung dazwischen.“

 

Wie es für den jungen Fußballer weitergeht, wird sich in den kommenden Wochen entscheiden. „Der Verein würde mich gerne behalten. Lotte ist erster Ansprechpartner, aber ich habe mich an das Leistungsniveau der 3. Liga herangearbeitet und möchte dort weiter spielen“, sagt Karweina und würde sich einen Arbeitgeber mit Ambitionen wünschen, bei dem er seine fußballerischen Fähigkeiten besser ausspielen könnte.

 

 

Die freie Zeit bis zur Saisonvorbereitung verbringt Sinan Karweina bei Freunden und Familie im Oberbergischen und in der Reha in Gummersbach, wo er unter anderem von den Physiotherapeuten des VfL Gummersbach behandelt wird: „Das oberste Gebot ist, dass ich schnell wieder fit werde.“

 

Ein kleines Wunder schaffte Merle Barth mit den Damen von Bayer 04 Leverkusen. Eigentlich hatte der Bundesligist den Klassenerhalt nicht mehr in der eigenen Hand, aber durch einen 2:1-Sieg am letzten Spieltag gegen Essen zogen die Bayer-Damen doch noch am Konkurrenten Werder Bremen vorbei, der gleichzeitig nicht über ein 1:1 gegen den SC Freiburg hinauskam. Durch einen Sieg hätte Bremen dank des deutlich besseren Torverhältnisses die Klasse gehalten.

 

[Foto: Bayer 04 Leverkusen --- Merle Barth (schwarzes Trikot) schaffte mit den Bayer-Frauen den Klassenerhalt auf den letzten Drücker.]

 

Die letzten Minuten im Parallelspiel verfolgten die Leverkusenerinnen im Liveticker auf dem Smartphone, wie Barth berichtet. „Nach dem Abpfiff beim Bremen-Spiel war der Jubel bei uns natürlich groß“, so die Nümbrechterin, deren Zukunft durch den Klassenerhalt auch geklärt ist, denn ihr Vertrag gilt nur für die Bundesliga: Barth: „Ich freue mich jetzt auf die Sommerpause und dann auf eine weitere Saison hier in Leverkusen.“

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