BLAULICHT

Technicher Defekt löste Brand in Bergneustädter Reihenhaus aus

pn; 27.01.2022, 00:05 Uhr
Fotos: Peter Notbohm ---- Mehrere Verletzte gab es bei einem Brand in der Nacht in Bergneustadt.
BLAULICHT

Technicher Defekt löste Brand in Bergneustädter Reihenhaus aus

pn; 27.01.2022, 00:05 Uhr
Bergneustadt – Brandermittler schließen Untersuchungen ab - Eine Frau hat das Krankenhaus bereits wieder verlassen - Ein Hund stirbt (AKTUALISIERT).

Von Peter Notbohm

 

+++2. Meldung (Donnerstag, 0:05 Uhr)+++

 

Ein technischer Defekt an einem Haushaltsgerät ist der Grund für den Brand in dem Reihenhaus im Bergneustädter Stadtteil Hackenberg am vergangenen Wochenende. Das teilte die Polizei auf OA-Nachfrage am Mittwoch mit. Die Brandermittler hatten ihre Arbeiten begonnen, nachdem die Wohnung gefahrlos betretbar war. Sie war bei dem Feuer vollständig zerstört worden und ist unbewohnbar. Die Löscharbeiten hatten in der Nacht zu Sonntag bis drei Uhr in der Früh angedauert.

 

Während die Bewohnerin, eine 60-jährige Frau, das Krankenhaus bereits wieder verlassen durfte, konnte die Polizei zum Gesundheitszustand des anderen Opfers, das ebenfalls mit schweren Rauchgasvergiftungen auf eine Intensivstation gebracht worden war, keine Angaben machen. Entgegen ersten Vermutungen vor Ort konnte die Feuerwehr zudem noch mehrere der vermissten Hamster und Kaninchen lebend retten.

 

 

+++Ursprungsmeldung (Sonntag, 3:30 Uhr)+++

 

Zu einem Feuerdrama mit zwei schwer verletzten Menschen kam es in der Nacht zu Sonntag in Bergneustadt-Hackenberg. In direkter Nachbarschaft zum Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr brannte eine Wohnung in einem Reihenhaus in der Breslauer Straße. Gegen 23 Uhr war der Notruf bei der Feuerwehr eingegangen. Als Bergneustadts Feuerwehrchef Michael Stricker vor Ort eintraf, stand die Wohnung im zweiten Obergeschoss bereits in Vollbrand. Aus zwei Fenstern schlugen den Einsatzkräften Flammen entgegen. Zu diesem Zeitpunkt wurden noch zwei Menschen vermisst, zusätzlich mehrere Tiere.

 

„Wir haben sofort mit einem massiven Außen- und Innenangriff begonnen“, beschrieb Stricker die Löscharbeiten, die sich aufgrund der verwinkelten Bauweise des Gebäudes als schwierig erwiesen. Zahlreiche Atemschutztrupps wurden zur Menschenrettung sowie Brandbekämpfung eingesetzt. Die Feuerwehr rettete einen Mann und eine Frau aus dem Gebäude. Beide mussten laut dem Wehrchef mit schweren Rauchgasvergiftungen in die Krankenhäuser nach Gummersbach und Engelskirchen gebracht werden und liegen dort auf der Intensivstation.

 

[Fotos: Feuerwehr Bergneustadt ---- Diesem Hund rettete die Feuerwehr durch Beatmung das Leben.]

 

Auch ein Passant, der einen Rettungsversuch unternommen hatte, musste aufgrund des eingeatmeten Rauchs in ein Krankenhaus. Neben den beiden Menschen wurden auch zwei Hunde gerettet, ein weiterer konnte nur noch tot aufgefunden werden. Eine Katze flüchtete, zudem wurden zu Beginn der Nachlöscharbeiten noch mehrere Hamster und Kaninchen vermisst, die laut Aussagen der Nachbarn in der Wohnung gelebt hatten. Insgesamt wurden 15 Menschen aus den Nachbarhäusern evakuiert.


Auch die Nachlöscharbeiten gestalteten sich für die 60 Einsatzkräfte der Löschzüge Bergneustadt und Dörspetal sowie der Einheit Hackenberg aufwendig. Stricker ging um 0:30 Uhr davon aus, dass die Feuerwehr noch mindestens zwei Stunden zu tun haben würde. In dem Haus gab es immer noch zahlreiche Glutnester, die mittels Wärmebildkamera gesucht und abgelöscht werden mussten. Zudem wurden sämtliche Decken der Wohnung geöffnet, da in dem Flachdach des Reihenhauses mehrere Holzbalken verbaut sind und diese freigelegt werden mussten.

 

 

In welchem Raum und warum das Feuer ausbrach, konnte Stricker vor Ort nicht beantworten, die Kriminalpolizei wird in den nächsten Tagen hierzu Ermittlungen aufnehmen. Während die Brandwohnung vollständig unbewohnbar ist, wurden die anderen Wohneinheiten kaum in Mitleidenschaft gezogen. In der Wohnung im ersten Obergeschoss gab es durch die Löscharbeiten zwar einen Wasserdurchbruch, sie ist laut Aussage der Feuerwehr aber weiter bewohnbar. Zur direkten Nachbarwohnung musste sich die Feuerwehr noch Zugang verschaffen, der Bewohner war zum Zeitpunkt des Feuers nicht anwesend, sondern arbeiten.

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