BLAULICHT

Senior tappte in Liebesfalle

Red; 13.08.2019, 16:15 Uhr
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Senior tappte in Liebesfalle

Red; 13.08.2019, 16:15 Uhr
Gummersbach – Älterer Mann hoffte auf die große Zuneigung, verlor aber nur sein Geld Betrüger setzen auf den Wunsch nach Zuneigung.

Alles war so schön geplant, der Honeymoon schien nur noch wenige Meter entfernt. Doch die Realität holte einen Senior aus Gummersbach schneller ein, als ihm lieb sein konnte. Als er seine Internetbekanntschaft am Flughafen abholen wollte, diese aber nicht aus dem Flugzeug stieg, schwante ihm Böses. Schließlich hatte er doch der Frau vor dem Treffen Geld für teure Flüge und einen Krankenhausaufenthalt überwiesen. Der Kontakt zu der Frau brach anschließend ab und sein Geld wird vermutlich unwiederbringlich verloren sein.

 

Love Sam oder Romance Scam sind die Fachbegriffe für diese Art des Betrugs, der neben dem Schaden von oftmals vielen tausend Euro den Opfern oftmals auch das Herz bricht. Denn die zumeist professionell und oftmals aus dem Ausland agierenden Betrüger setzen gezielt auf den Wunsch nach Zuneigung und Liebe, um ihre Opfer anschließend mit vorgetäuschten Notlagen auszupressen. Die eigentlichen Betrugstaten werden zum Teil von langer Hand vorbereitet - im Falle des Gummersbachers war der eigentliche Kontakt bereits vor etwa eineinhalb Jahren über eine Partnerbörse zustande gekommen. Nach vielen Mails und Telefonaten bot die unbekannte Liebe an, den Gummersbacher zu besuchen - allerdings habe sie kein Geld für den Flug von den USA nach Deutschland. Der Gummersbacher überwies ihr daraufhin Geld auf ein ausländisches Konto.

 

Im Anschluss passierte nach Angaben der Polizei genau das, was üblicherweise auf einen ersten Geldtransfer folgt - es geschehen weitere dramatische Ereignisse, die eine erneute Geldzahlung erforderlich machen. So erging es dann angeblich auch der Anreisenden aus Amerika. Bei einer Zwischenlandung verlor die Dame das Bewusstsein und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Nun mussten sowohl ein neuer Flug als auch die Krankenhauskosten übernommen werden - auch hier half der Gummersbacher seiner Internetbekanntschaft aus. Die verlogene Geschichte endete schließlich mit der vergeblichen Fahrt zum Flughafen.

 

Mit dieser und ähnlichen Maschen richten Betrüger regelmäßig hohen Schaden an, wobei die Chancen auf den Wiedererhalt des Geldes sehr gering sind. Kontakte werden über Partnerbörsen oder soziale Medien geknüpft. Mit im Internet gefundenen Bildern von zumeist gutaussehenden Damen und Herren werden Fake-Accounts erstellt und für die Kommunikation genutzt - hier kann auch schon einmal die Google-Bildersuche schnell für Klarheit sorgen, ob es womöglich ein Betrüger auf einen abgesehen hat. Aber spätestens, wenn Geldforderungen ins Spiel kommen, sollten alle Alarmglocken schrillen, warnt die Polizei, die empfiehlt, sich in diesen Fällen mit der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle in Verbindung zu setzen. Diese kenne die Maschen der Betrüger und könne so dafür sorgen, dass man nicht in eine solche "Liebesfalle" tappe.

 

Weitere Informationen zu dem Thema finden Interessierte auch im Internet auf den Seiten der Polizeiberatung.

 


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