BLAULICHT

Messerstecher war schon früher auffällig

pn; 11.06.2019, 14:12 Uhr
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BLAULICHT

Messerstecher war schon früher auffällig

pn; 11.06.2019, 14:12 Uhr
Oberberg – Im Prozess gegen einen 38-Jährigen berichtete ein 67-jähriger Zeuge von einem früheren Angriff, bei dem dieser ins Gesicht getreten wurde.

Fortgesetzt wurde am Kölner Landgericht der Prozess gegen einen 38-Jährigen, bei dem geklärt werden muss, ob dieser dauerhaft in eine Psychiatrie eingewiesen werden soll. Musste der gebürtige Marokkaner am ersten Prozesstag noch von Justizbeamten in den Gerichtssaal gezerrt und getragen werden und war zudem durch wildes Schreien und Schlagen seines Kopfes auf den Tisch aufgefallen, zeigte er sich nun gemäßigter und erschien zumindest ohne Hilfe der Beamten.

 

Der Mann ist seit Dezember 2018 im Landeskrankenhaus Essen untergebracht und die 24. Große Strafkammer des Landgerichts hat die Aufgabe, eine dauerhafte Einweisung zu klären. Bisher gibt es keine Diagnose, da der Angeklagte Medikamente, Nahrungsaufnahme und Untersuchungen verweigere. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 38-Jährigen vor, im Sommer 2017 einen 28-Jährigen mit einem Messer schwer verletzt zu haben.

 

Nicht das erste Mal, dass der Mann auffällig wurde. Am zweiten Prozesstag berichtete ein 67-Jähriger von einem Vorfall aus dem November 2016. Auf dem Parkplatz eines Gummersbacher Einkaufszentrums habe ihn der Angeklagte längere Zeit verfolgt und später ins Gesicht getreten. Laut Prozessbeobachtern habe der Zeuge bei seiner Aussage mit den Tränen kämpfen müssen. Der Senior, der Blutverdünner nehmen müsse, habe große Angst gehabt, nachdem ihm das Blut aus seiner Kopfwunde gelaufen sei. Der Prozess wird diese Woche fortgesetzt.

 

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