BLAULICHT

Getötete Waldbrölerin: Prozess wird verschoben

pn; 26.03.2020, 12:00 Uhr
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Getötete Waldbrölerin: Prozess wird verschoben

pn; 26.03.2020, 12:00 Uhr
Waldbröl – 41-jähriger Ehemann soll seine Frau getötet haben - Prozess wegen Totschlags am Landgericht Bonn muss wegen der Corona-Krise verschoben werden.

Insgesamt 18 Mal soll ein inzwischen 41-Jähriger am 26. November des vergangenen Jahres auf seine 28-jährige Ehefrau mit einem Schälmesser eingestochen haben. Die Bonner Staatsanwaltschaft hatte gegen den gebürtigen Rumänen Mitte März Anklage wegen Totschlags erhoben. Anfang April sollte der Prozess gegen den Mann am Bonner Landgericht beginnen, dieser wird aufgrund der Corona-Krise nun aber verschoben. Das bestätigte eine Sprecherin des Bonner Landgerichts auf OA-Nachfrage.

 

Die Tat hatte der Waldbröler laut Oberstaatsanwalt Robin Faßbender bereits damals zugegeben, auch den Notruf hatte der Mann selbst gewählt. Die Rettungskräfte konnten der Frau allerdings nicht mehr helfen: Sie erlag im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen an Hals und Oberkörper. Laut Anklage soll der Mann mit seiner Frau am Mittagstisch in einen lautstarken Streit geraten sein, nachdem sie ihm mitgeteilt habe, sich von ihm trennen zu wollen und zudem eine Beziehung mit einem Arbeitskollegen zu haben. Der 41-Jährige soll von der Polizei damals mit blutverschmierter Kleidung und dem Messer in der Hand im Treppenhaus verhaftet worden sein.

 

Das Paar soll acht Jahre verheiratet gewesen sein, zudem erst 2019 aus beruflichen Gründen nach Waldbröl gezogen sein. Zurzeit ist der Angeklagte in einem Kölner Gefängnis inhaftiert.


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