BLAULICHT

Den Ernstfall geprobt

jh; 11.08.2019, 11:05 Uhr
Fotos: Julian Heppe/Johannes Ufer DRK (Galerie) --- Am Samstagnachmittag fand eine unangekündigte Alarmübung der Feuerwehr Hückeswagen statt. Am Boden liegende Verletzte wurden durchgehend ärztlich betreut.
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Den Ernstfall geprobt

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jh; 11.08.2019, 11:05 Uhr
Hückeswagen – Bei einer spektakulären Alarmübung mussten sich die rund 150 Einsatzkräfte der Feuerwehr, Polizei und des Rettungsdienstes um 29 vermeintliche Opfer eines Verkehrsunfalls kümmern.

Von Julian Heppe

 

Was die Einsatzkräfte der Hückeswagener Feuerwehr am Samstagnachmittag vorfanden, als sie zu einem Unfallort an der Großberghauser Straße gerufen wurden, sah schockierend aus – Autos lagen zerstört am Fahrbahnrand, die Insassen augenscheinlich bewusstlos und eingequetscht. Um Hilfe rufende Menschen lagen in einem angrenzenden Waldstück und waren zum Teil schwer verletzt. Bei dem Einsatz handelte es sich allerdings um eine unangekündigte Alarmübung. Es war also alles inszeniert, die Feuerwehrleute stellten dies aber erst bei ihrer Ankunft fest.

 

[Hinter dem Steuer des zerstörten Wagens wurde der Fahrer eingeklemmt.]

 

Bei dem vorgegebenen Szenario handelte es sich um einen sogenannten MANV, ein Massenanfall von Verletzten. Ein Planwagen mit insgesamt elf Personen war auf der besagten Straße unterwegs und wurde von einem Auto überholt, welches während des Überholvorgangs mit einem entgegenkommenden Fahrzeug kollidierte. Der Planwagen geriet daraufhin ins Schleudern, kippte um und landete in einem angrenzenden Wald. Der überholende Wagen landete nach dem Zusammenstoß auf dem Gehweg und erfasste dabei zwei Fußgänger. Das entgegenkommende Fahrzeug verletzte zwei Kinder und kam erst durch einen Baum zum stehen. Bei dem Unfall hatte sich auch das Gestänge des Planwagens gelöst, welches bis auf den Radweg flog und dort mehrere Fahrradfahrer und Fußgänger verletzte. Insgesamt befanden sich 29 vermeintliche Verletzte am Unfallort.

 

[Der Anhänger war von der Straße abgekommen und schleuderte die Insassen in den Wald.]

 

Die Einsatzstelle wurde bereits über eine Stunde vor dem Eintreffen der Rettungskräfte abgesperrt und vorbereitet – schließlich sollte auch alles echt aussehen. Um dies zu erreichen wurden die Verletzten von einem professionellen Schminkteam hergerichtet. Die beschädigten Unfallfahrzeuge wurden von der Firma Christian Bacher beigesteuert. Gegen 13:30 Uhr wurden dann die ersten Feuerwehrleute über einen Verkehrsunfall informiert. Am Ort des Geschehens angekommen, musste zuerst die gesamte Umgebung vollständig abgesucht werden, um einen Überblick zu gewinnen. Schnell wurde den Einsatzkräften klar, dass weitere Verstärkung nötig ist, die anschließend alarmiert wurde.

 

[Das zweite Auto landete auf der Seite und wurde von der Feuerwehr abgesichert.]

 

Rund vier Stunden dauerte der unangekündigte Großeinsatz, bei dem ungefähr 150 Einsatzkräfte vor Ort waren. Die eingeklemmten Personen wurden aus den Fahrzeugen befreit und vom Rettungsdienst behandelt. Die auf dem Boden liegenden Verletzten wurden mit Wärmedecken und Wasser versorgt. Die Feuerwehr Hückeswagen kann nun auf einen erfolgreichen und gut koordinierten Einsatz zurückblicken.

 

 

DRK-Sprecher Johannes Ufer freute sich über die reibungslose Zusammenarbeit aller beteiligten Rettungsdienste, Feuerwehren und Polizei. Unter anderem waren die DRK-Höhenretter nach dem Einsatz in Wiehl-Weiershagen (OA berichtete) am Nachmittag nach Hückeswagen gekommen und hatten sich an der Übung beteiligt. Etwa 60 Kräfte waren von Seite der Hilfsorganisationen beteiligt.

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