BLAULICHT

Autoschieberbande operierte von Reichshof aus

Red; 19.07.2019, 16:44 Uhr
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Autoschieberbande operierte von Reichshof aus

Red; 19.07.2019, 16:44 Uhr
Oberberg – Die Polizei hat eine litauische Autoschieberbande zerschlagen – Sieben Festnahmen deutschlandweit.

Der Polizei ist ein Schlag gegen eine mutmaßliche Autoschieberbande gelungen. Laut Angaben der Behörde, stahl die Tätergruppe seit Jahresbeginn in Köln, Leverkusen und dem weiteren Umland mindestens 24 Mercedes Sprinter und VW Multivan T6. Die Schadenssumme beläuft sich auf knapp 1,3 Millionen Euro.

 

Am Dienstag, 16. Juli, gegen 16 Uhr haben die Einsatzkräfte der eigens zusammengestellten Ermittlungsgruppe "Oase" die verdächtigen Autoschieber im Alter zwischen 27 und 43 Jahren in Reichshof, in Köln-Finkenberg sowie in Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt festgenommen.

 

Einer der Haupttäter hatte als Stützpunkt Räume einer ehemaligen Reichshofer Pension angemietet. Dort vollstreckten die Fahnder nicht nur den Haftbefehl gegen einen 37-Jährigen, auch ein 30-jähriger Komplize ging den Beamten hier ins Netz. Außerdem wurde ein 36-jähriger Verdächtiger festgenommen, der zwar nicht zur Bande gehörte, gegen den aber aus anderen Gründen mehrere Haftbefehle vorlagen.

 

Seit 2018 waren die Diebstähle an Sprintern und T6 im Großraum Köln angestiegen. Aufgrund polizeilicher Hinweise aus Sachsen-Anhalt und dem Oberbergischen Kreis waren die Ermittler der Bande auf die Spur gekommen. Durch Manipulation der elektronischen Zündschlösser und den Einsatz so genannter Schlüsselrohlinge konnten die Litauer die Fahrzeuge öffnen. Um den Diebstahl zu verschleiern, benutzten sie zudem Kennzeichendubletten. Über Sachsen-Anhalt verschob die Bande die gestohlenen Fahrzeuge nach Polen.


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